BUND lehnt Standort der neuen Kirchhellener Feuerwache ab

Feuerwache

Der Bottroper BUND hat sich gegen den Bau der Kirchhellener Feuerwache an der Rentforter Straße ausgesprochen. Er fordert, weitere Standorte ausführlicher zu prüfen.

Kirchhellen

, 22.09.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Bottroper BUND lehnt den anvisierten Standort der neuen Kirchhellener Feuerwache an der Rentforter Straße ab.

Der Bottroper BUND lehnt den anvisierten Standort der neuen Kirchhellener Feuerwache an der Rentforter Straße ab. © Stadt Bottrop

Die Kreisgruppe Bottrop des BUND hat sich ganz klar gegen den geplanten Bau der neuen Kirchhellener Feuerwache am vorgeschlagenen Standort an der Rentforter Straße ausgesprochen. Hauptsächlich begründet sie das mit Umwelt- und Naturschutz.

Prinzipiell, so heißt es in der Stellungnahme, sei man nicht gegen einen Neubau der Feuerwache. Man sehe es jedoch sehr kritisch, „dass alternative Grundstücke für den Neubau nicht ausreichend gewürdigt wurden.“ In einer Versammlung mit Anwohnern und Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhellen habe Ortswehrführer Dieter Heidermann drei weitere Standorte aus einsatztaktischer Sicht als gleichwertig eingestuft.

Jetzt lesen

So habe man sich beispielsweise den Standort „Im Pinntal“ angesehen und könne den hohen biologischen Wert, den die Stadt dieser Brache attestiere, nicht nachvollziehen. Der Bottroper BUND fordert dazu ein ausführliches Gutachten. Gleiches fordert die Kreisgruppe für den Standort Hauptstraße/Pelsstraße. Dieser sei laut Beschlussvorlage aus einsatztaktischer Sicht am besten geeignet. „Die nachfolgenden Gegenargumente sehen wir als dürftig und nicht nachvollziehbar an“, so der BUND.

Er fordert die Stadt dazu auf, nach dem gültigen Brandschutzbedarfsplan vergleichbare Kriterien für diese Standorte zu erstellen und den Bürgern zu Verfügung zu erstellen.

BUND sieht erhebliche Mängel für die Umwelt

Der aktuell anvisierte Standort an der Rentforter Straße weise hingegen „erhebliche negative Mängel für die Umwelt“ auf. So liege das Gebiet mitten in einer Frischluftschneise, die für frische Luft in den inneren Stadtbezirken sorge. Eine Bebauung dieser Fläche hätte einen deutlichen Anstieg der Temperatur in Kirchhellen zur Folge und stehe im deutlichen Widerspruch zu den Klimaschutzzielen der Stadt Bottrop.

Hinzu käme, dass die Fläche als eine der letzten in Bottrop gelte, in denen der Kiebitz brüten könne. Dieser gehöre zu den besonders streng geschützten Arten und stehe auf der Roten Liste. Weiterhin seien dort Feldlerche, Klappergrasmücke, Wiesenschafstelze, Haus- und Feldsperling, Rauchschwalbe sowie Gelbspötter anzutreffen. „Eine Bebauung an dieser Stelle würde dem anzustrebendem Artenschutz entgegenwirken und Schutzprogramme der Vergangenheit, an denen auch die Stadt Bottrop beteiligt war (...) ad absurdum führen“, so der BUND. Aus den genannten Gründen lehne der BUND daher die Bebauung dieser Fläche ab.

Lesen Sie jetzt