CDU Kirchhellen: Mehr Kita-Plätze, mehr Radwege, mehr Glasfaser

rnKommunalwahl

Die Kirchhellener CDU ist Corona-bedingt etwas verhalten in den Wahlkampf gestartet. Inhaltlich sind die Positionen des Ortsverbandes jedoch klar. Im Mittelpunkt steht für sie die Familie.

Kirchhellen

, 29.08.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wahlkampf in Zeiten von Corona ist nicht einfach. So empfindet es zumindest die Kirchhellener CDU. „Eigentlich sind wir immer auf die Bürger zugegangen, das ist in diesem Jahr aber schwierig“, sagt Rainer Hürter, Vorsitzender des Ortsverbandes.

In den vergangenen Wochen habe man daher eher auf Wahlkampf per Telefon und E-Mail gesetzt und dann die Rückmeldung vor allem von älteren Kirchhellenern bekommen, dass sie ja gar nicht vor Ort seien. „Daher haben wir jetzt die Strategie etwas geändert und stehen an zwei Tagen am Johann-Breuker-Platz und an einem am CAP-Markt“, so Hürter. Dennoch werde man äußerst zurückhaltend vorgehen, keine Blumen und auch keine Gutscheine verteilen.

Jetzt lesen

Die Plakate sind inzwischen aufgehängt, die quadratischen Flyer der einzelnen CDU-Kandidaten verteilt. Hürter ist sich sicher, dass sowohl der Ortsverband als auch die CDU Bottrop mit einer „ausgeglichenen Mannschaft“ an den Start gehen, die sich sowohl aus Männern als auch aus Frauen, aus älteren und jüngeren, langjährigen Mitgliedern und neuen Gesichtern zusammensetze.

Für Rainer Hürter gibt es ein politisches Thema, das alle anderen überlagert und das er für Kirchhellen nach den Wahlen in den Fokus nehmen möchte: die Familie. „Sie sind die Stütze unserer Gesellschaft. Wir müssen die Familie finanziell unterstützen, aber auch die Wertschätzung stärken“, sagt er. Als konkrete Maßnahme nennt er die Erhöhung der Kita-Plätze - beispielsweise in Feldhausen. Dominik Nowak, stellvertretender Ortsverbands-Vorsitzender, ergänzt: „Unser Anspruch muss es sein, dass ein Platz da ist, wenn er benötigt wird, und zwar wohnortnah.“

Rainer Hürter stellt die Familie in den Fokus seiner politischen Arbeit.

Rainer Hürter stellt die Familie in den Fokus seiner politischen Arbeit. © CDU Kirchhellen

Beide sprechen sich zudem dafür aus, die Digitalisierung der Schulen in Kirchhellen voranzutreiben. „Insgesamt ist die Schulwelt in ganz Bottrop ausgesprochen gut aufgestellt, dennoch fehlen an vielen Stellen die digitalen Endgeräte“, so Hürter. Auch müssten, so Nowak, die Lehrer fortgebildet werden und alle Schulen über einen Glasfaser-Anschluss verfügen.

Die beiden CDU-Politiker machen sich beim Thema „Verkehr“ zudem für eine „Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer“ stark. Dominik Nowak findet, dass man oft gar keine komplett neuen Radwege bauen müsse, sondern bereits bestehende Teilstrecken miteinander verbinden könne. „Außerdem fordere ich, dass es für Radfahrer eine Nord-Süd-Verbindung gibt.“

Ehrenamt finanziell mehr Unterstützen

Rainer Hürter möchte sich zudem dafür einsetzen, das zu stärken, was seiner Meinung nach das „Dörfliche“ in Kirchhellen ausmacht: das Ehrenamt. „Die Ehrenamtskarte muss ausgeweitet werden, außerdem sollten wir Aktivitäten der Ehrenamtler nicht abwürgen, mehr Gespräche mit ihnen führen und sie als Bezirk noch mehr finanziell unterstützen“, sagt er.

Wichtig ist Nowak und Hürter auch, den Johann-Breuker-Platz in Kirchhellen zu beleben. Sie wünschen sich „Bäume, Bänke und eine Außengastronomie“. Insgesamt müsse die Aufenthaltsqualität, gerade auch für Familien mit Kindern, erhöht werden. „Da haben wir als Partei aber auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen und sind offen für Ideen, die von Menschen aus dem Ort kommen“, sagt Nowak.

Ihm ist es es auch wichtig, die mittelständischen Betriebe vor Ort zu stärken. „Die sind es, die den Ort am Leben erhalten“, sagt er. Daher sei es wichtig, neue Gewerbegebiete auszuweisen, damit Firmen nicht in andere Städte abwandern würden.

Lesen Sie jetzt