Chaos auf dem Bauernhof

Proben für plattdeutsches Theater

Die Laienspielschar der Kolpingsfamilie probt seit November für das neue plattdeutsche Theaterstück "Aals bestens geriegelt". Zu sehen ist es ab dem 25. März.

Kirchhellen

von Michelle Hoffmann

, 07.02.2017, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zweimal die Woche probt die Gruppe im Hof Jünger, damit bei den Aufführungen in ein paar Wochen alles perfekt läuft.

Zweimal die Woche probt die Gruppe im Hof Jünger, damit bei den Aufführungen in ein paar Wochen alles perfekt läuft.

Die Aufführungen der Laienspielschar der Kolpingsfamilie Kirchhellen haben eine lange Tradition. „Die Theatergruppe vom Kolping gibt es schon ewig, im Krieg wurde das Theater ja verboten, aber danach wurde in Kirchhellen regelmäßig Jahr für Jahr ein Stück aufgeführt“, sagt Claudia Hollender, die für die Inszenierung und Regie zuständig ist.

Auch in diesem Jahr wird diese Tradition natürlich fortgeführt. Vom 25. März (Samstag) bis zum 2. April (Sonntag) ist es wieder so weit: Mit dem plattdeutschen Stück „Aals bestens geriegelt“, möchte die 15-köpfige Gruppe die Zuschauer im Brauhaus am Ring beglücken. Damit auch alles gut klappt, wird im Theatersaal des Kulturzentrums Hof Jünger schon fleißig geprobt. „Mit den Proben beginnen wir bereits im November, zunächst mit Leseproben, ab Januar dann zweimal die Woche auf der Bühne“, erzählt Claudia Hollender.

Suche nach geeignetem Stück

Bevor geprobt werden kann, muss allerdings das richtige Stück gefunden werden. Dafür sucht sie im Internet bei verschiedenen Verlagen nach passenden Drehbüchern, abgestimmt auf die Anzahl der Mitspieler. Wenn die Leseprobe überzeugt, wird das Buch gekauft und etwas angepasst.

Das diesjährige Stück ist von Bernd Gombold geschrieben und handelt von der verwitweten Jungbäuerin Rosi, die alleine ihren Hof führen, und auch noch ihren störrischen Schwiegervater Opa Anton pflegen muss, der ihr das Leben mit seinen Dummheiten nicht grade leicht macht. Unterstützt wird sie von ihrer Mutter Klara, die wegen ihres Putzfimmels bei Opa Anton aber nicht gerne gesehen ist. Rosi renoviert für ihn seniorengerecht und richtet Fremdenzimmer ein.

Feriengast mit Geheimnissen

Etwas, das Opa Anton auch überhaupt nicht gefällt und für einigen Trubel sorgt. Denn gleich der erste Feriengast ist ein Schriftsteller, der inkognito bleiben will. Er trägt einige Geheimnisse mit sich herum, die mit der Frauenzeitschrift „Herz-Schmerz“ zu tun haben, von der auch Rosis nervige Nachbarin und die naive Postbotin große Fans sind.

Opa Anton lüftet das Geheimnis um die Identität des Schriftstellers und lässt sich sein Schweigen teuer bezahlen. Zudem gibt er noch eine Heiratsannonce in der Zeitschrift auf, in der Rosi angeblich einen Mann sucht, der am Hof anpacken kann. Außerdem wird ein Mann, der sich nur verlaufen hat von Rosi für den Tierarzt gehalten, und das Chaos ist perfekt. 

Der Vorverkauf für das Theaterstück der Kolpingsfamilie ist am Sonntag (12. Februar) von 9 bis 11 Uhr im Brauhaus am Ring. Die Karten kosten 10 Euro. Die Aufführungstermine sind am 25. März (Samstag) um 18 Uhr, am 26. März (Sonntag) um 16 Uhr, am 31. März ( Freitag) um 19.30 Uhr, am 1. April (Samstag) um 18 Uhr und am 2. April (Sonntag) um 16 Uhr.

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