Chronist, Bezirksverwaltungschef und Vereinsmensch Alfred Hilp ist tot

Nachruf

Im Alter von 94 Jahren ist der Kirchhellener Alfred Hilp verstorben. Er war nicht nur lange Zeit Leiter der Bezirksverwaltungsstelle, sondern auch Chronist und Vereinsmensch.

Kirchhellen

, 31.03.2021, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alfred Hilp

Alfred Hilp ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Das Foto ist kurz vor seinem 90. Geburtstag entstanden. © Manuela Hollstegge (A)

Er war lange Zeit Chef der Bezirksverwaltungsstelle, Chronist und sehr aktiv im Kirchhellener Vereinsleben - am 25. März ist im Alter von 94 Jahren Alfred Hilp verstorben.

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Geboren wurde das Kirchhellener Ur-Gestein am 26. Februar 1927 als achtes von neun Kindern. Nach der Volksschule und einem Landjahr bei Johannes Borgmann begann er 1942 als Verwaltungslehrling bei der Gemeinde Kirchhellen. Mit 17 Jahren wurde er einberufen - es ging Richtung Münster, dann an die holländische Grenze bei Weeze, dann weiter nach Italien. Dort geriet er in amerikanische Gefangenschaft, bevor er im Sommer 1945 wieder zurück nach Kirchhellen kam.

Dort begann er eine stramme Verwaltungskarriere: Gemeindeinspektor, Gemeindeoberamtmann und 1976 schließlich Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Kirchhellen. Dieses Amt behielt Hilp bis zu seinem Ruhestand 1991. Doch der Kirchhellener war nicht nur in der Verwaltung tätig, sondern auch im Kirchhellener Vereinsleben. Er war Mitbegründer des Hegerings, sang beim MGV Einigkeit und für seine Verdienste beim DRK erhielt er die Ehrennadel in Gold. Noch im vergangenen Jahr wurde er zudem für seine 75-jährige Mitgliedschaft beim VfB Kirchhellen geehrt.

Doch Alfred Hilp war auch Dorf-Chronist. In seinen Ordnern finden sich alte Zeitungsberichte über das Dorf, Dokumente wie beispielsweise eine Liste über alle Tante-Emma-Läden vor 1945, aber auch ganz private Erinnerungen wie die Auflistung aller Geschenke zum Start in seinen Ruhestand. Hilp hinterlässt vier Kinder.

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