Coronavirus: Schützen und Brezelbrüder bangen um ihr Fest

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Nach drei Jahren soll im September in Kirchhellen wieder das große Schützen- und Brezelfest gefeiert werden. Doch das Coronavirus lässt die Veranstalter bangen.

Kirchhellen

, 29.03.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Kirchhellener Schützen sowie für die Brezelbrüder sind März und April die Monate, in denen viel für das kommende Schützen- und Brezelfest im September organisiert wird. Ende Mai steht dann auch schon die zweite öffentliche Versammlung der Brezelbrüder an, für die Schützen im Juli die erste Übung.

So war es zumindest geplant, bevor Corona vielen Veranstaltungen einen Strich durch die Rechnung machte. Doch was wird nun aus der Kirchhellener Großveranstaltung, die nur alle drei Jahre stattfindet und Menschen von nah und fern in den Ort lockt?

„Noch sind wird relativ entspannt und guter Dinge“, sagt Markus Josten, Geschäftsführer der Kirchhellener Schützen auf Anfrage der Redaktion. Dabei spricht er nicht nur für die Schützen, sondern auch für die Brezelbrüder. „Wir fahren da eine Linie.“ Vor zwei Wochen habe man sich zusammengesetzt, besprochen, wie die Lage aktuell ist und wie es weitergeht.

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Dabei habe man sich darauf geeinigt, dass man die Planung erst einmal durchzieht. „Den roten Knopf können wir immer noch drücken. Zum Glück haben wir ja noch ein bisschen Zeit“, so Josten. Bei aller Planung sei man immer in enger Abstimmung mit der Stadt und auch mit Oberbürgermeister Bernd Tischler. „Der hat aktuell aber natürlich ganz andere Probleme und wir sind nicht die wichtigste Veranstaltung“, sagt der Geschäftsführer der Schützen. Langjährigen Partnern wie Kapellen oder Lieferanten wolle man natürlich rechtzeitig Bescheid geben - eine Deadline gebe es jedoch aktuell nicht.

Brezelkönig Egbert Schnieder

Egbert Schnieder ist der amtierende Brezelkönig. © Frederike Spyrka (A)

Auf eine Übung oder eine Versammlung zu verzichten, sei kein Problem, aber irgendwann müsse man eine klare Entscheidung treffen. Dafür müsse man aber erst einmal die nächsten vier Wochen abwarten. „Wenn es nicht klappt, dann ist das eben so. Aber scheiße wäre das natürlich, denn die Vorfreude ist riesig“, so Markus Josten. Schon jetzt ist den Vorständen klar, dass es ein anderes Fest wird als die Jahre zuvor - anders, aber nicht unbedingt schlechter, vermutet Josten.

Verschieben könnte auch eine Option sein

„Vielleicht wird unser Fest ja auch der Startschuss für ein Leben in Normalität, das wäre schön.“ Klar sei jedoch auch, dass man mit Weitsicht planen und entscheiden müsse, denn in Gefahr bringen wolle man niemanden. Das Fest auf das kommende Jahr zu verschieben, ist für den Geschäftsführer auch eine Option. Das müsse man jedoch mit beiden Vorständen gemeinsam entscheiden und eine Videokonferenz mit über 50 Leuten sei dafür nicht das geeignete Mittel. „Außerdem wird es natürlich schwierig, wenn alle Organisatoren jetzt ihre Feste auf 2021 verschieben und zur gleichen Zeit feiern wollen.“

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