Das Wäldchen am Sensenfeld wird im Oktober gerodet - So geht es weiter

rnWald-Rodung

Die vergangenen Jahre waren nicht gut zu den heimischen Wäldern. Das musste auch das Wäldchen am Sensenfeld spüren. Stürme, Trockenheit und Schädlinge besiegeln sein Schicksal.

Kirchhellen

, 10.10.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Akazien, Ahorn, Eichen und Kiefern stehen im ein Hektar großen Wäldchen am Sensenfeld. Rund 50 Jahre lang haben sie im Wald zwischen Am Alten Postweg, Schleitkamp und Sensenfeld wachsen dürfen. Doch ihr Dasein findet ein jähes Ende - und zwar schon bald.

Bereits im Mai 2016 und im Frühjahr 2017 hatten zwei Stürme für Kronenausbrüche und Schiefstände gesorgt. Seitdem sterben Bäume ab. Das zieht Probleme nach sich, die die Verkehrssicherheit betreffen. Denn das Waldstück liegt in Straßennähe und an der Sportanlage Grafenwald samt Fußball- und Tennisplätzen.

Kosten für Verkehrssicherung

Bereits am 3. September hatte die Bezirksvertretung dem Beschlussvorschlag zur Rodung und Wiederaufforstung des geschädigten Waldbestandes zugestimmt. Der Wald wurde in der Vergangenheit größtenteils sich selbst überlassen, was sich nun durch einen Wildwuchscharakter zeigt. Außerdem ist das Wäldchen mit mehreren Zaunanlagen durchzogen. Eine Sanierung des Waldes mache laut Fachbereich Umwelt und Grün der Stadt Bottrop keinen Sinn, dafür seien die Schädigungen an den meisten Bäumen zu irreparabel.

Das Wäldchen am Sensenfeld wird im Oktober gerodet - So geht es weiter

Dieser Baum fiel aufgrund von Trockenheit und Sturmschäden. © Laura Schulz-Gahmen

Die Kosten für Forstware und Aufforstungsarbeiten belaufen sich auf rund 4000 Euro plus 1000 Euro jährlicher Folgekosten.

Vielzahl an Schädlingen

Zudem zeigen sich mittlerweile sowohl pilzliche als auch tierische Schädlinge im Gehölz. Im Bereich zwischen Sportanlage und Tennisplätzen sind die Kiefern mit der Kieferschütte befallen. Aber auch erwünschte Tiere haben ihren Platz im Waldbereich zum alten Postweg. Dort leben vor allem vielen Amphibien. Damit das auch so bleibt, sollen in dem Bereich nur Gefahrenbäume aus dem Bestand entnommen werden.

Ein vier Meter breiter Streifen zur Sportanlage muss freigeschnitten werden. Der restliche Bestand des Bereichs sei weitestgehend nicht erhaltenswert. An der Stelle wird die Lösung Rodung und Wiederaufforstung heißen. Neu gepflanzte Sträucher sollen zusätzlich einen natürlichen Schutz für die jungen Bäume bieten und für eine ökologische Ausrichtung sorgen. Ergänzt wird die Maßnahme durch eine Wildrasensamenuntersaat.

Verzögerung wegen Tennisverein

Bottrops Stadtsprecher Thorsten Albrecht verspricht: „Die Rodung erfolgt noch im Oktober.“ Nur wann genau könne er noch nicht sagen, denn: für die Abholzung werden schwere Maschinen benötigt. Damit diese an die Bäume kommen, muss der Tennisverein VfL Grafenwald einen Zaun versetzen. Erst wenn das erledigt ist, können die Arbeiten im Wald vorangehen. Thorsten Albrecht verspricht aber: „Alle erhaltenswerte Bäume werden erhalten bleiben.“

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