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Der Heidhof hat ein neues Gesicht: Manuela Ortenstein ist für die Waldpädagogik zuständig.

Jahrgangswald

Der Kirchhellener Heidhof nimmt einen Gesichterwechsel, was die Aus- und Einpflanzaktionen betrifft, vor. Ab sofort übernimmt dies Manuela Ortenstein.

Kirchhellen

, 03.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Der Heidhof hat ein neues Gesicht: Manuela Ortenstein ist für die Waldpädagogik zuständig.

Manuela Ortenstein ist gelernte Baumwirtschafterin und studierte Försterin. Ihr Spezialgebiet ist die Umwelterziehung. © Privat

Organisatorische Umstrukturierungen innerhalb des Regionalverbands Ruhr (RVR) führten dazu, dass die gebürtige Sauerländerin Manuela Ortenstein nun am Kirchhellener Waldzentrum Heidhof tätig ist.

Heidhof-Leiter hat größeres Revier

Denn durch eine Vergrößerung seines Reviers musste Werner Meemken, Leiter des Heidhofs, einige seiner bisherigen Aufgabengebiete an seine Kollegin abgeben.

Manuela Ortenstein ist daher ab sofort für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Bildung zuständig, worunter auch die Ein- und Auspflanzaktionen der Bottroper Grund- und Förderschulen fallen. Ein Glücksgriff für sie, ist doch gerade die Umweltbildung ihr Spezialgebiet.

„Jahrgangswald ist eine einmalige Aktion“

Dementsprechend hat sie auch nur Gutes über das bundesweit einmalige Projekt zu sagen: „Der Jahrgangswald ist eine beispielhafte Aktion. Andere Gemeinden sollten sich das anschauen.“

Jedoch weiß die Försterin auch, dass nicht jede Gemeinde für einen Jahrgangswald die richtigen Voraussetzungen hat: „Eine so große Fläche zur Verfügung zu haben, ist wirklich ein Geschenk.“

Jahrelange Erfahrung als Försterin

Und Manuela Ortenstein weiß, wovon sie spricht. Sie ist schon seit über zehn Jahren in verschiedenen Forstgebieten in der Region tätig, etwa in Lembeck. Ihre Begeisterung für die Natur hat jedoch bereits viel früher begonnen.

Schon zu Schulzeiten war sich Manuela Ortenstein sicher, dass sie beruflich etwas im Freien machen wollte. So ließ sie sich zur Forstwirtin ausbilden. Als einzige Frau unter Männern könnte man denken, dass das eine schwere Zeit war.

Von der Ausbildung ins Studium

Ortenstein meint dazu aber: „Die Zeit war sehr angenehm. Ich hatte echt nette und liebe Kollegen.“ Es sei aber eine körperlich sehr fordernde Arbeit gewesen, weswegen es aus ihrer Sicht nicht verwunderlich sei, warum die Branche von Männern dominiert werde.

Auch sie selbst blieb dem Job nur bedingt treu, entschloss sich Ortenstein doch dafür, in Göttingen ein Studium der Forstwirtschaften zu machen. Hier war der Frauenanteil auch ungleich höher. Von 30 Studenten waren es sechs angehende Försterinnen.

Jagd ist ein heikles Thema

Um Försterin zu werden, musste Manuela Ortenstein auch einen Jagdschein machen. Ein heikles Thema für manche, sagt sie: „Gerade das Fällen von Bäumen oder die Drückjagden, bei der Hunde das Wild Richtung Jäger treiben, werden für Außenstehende oft als extrem empfunden.“

Dabei sei es für die Entwicklung des Waldes notwendig, die Anzahl des Wildes zu reduzieren. Anders könnten sich Pflanzen und Bäume nur sehr schwer erholen, da Rehe oder Damwild mit Vorliebe junge Setzlinge fressen.

Umweltbildung nicht nur für die Kleinen

Gerade bei diesen polarisierenden Themen, empfindet die Försterin ihre Arbeit als besonders wichtig. Denn Umweltbildung beschränkt sich nicht nur auf die Unterweisung von Kindern.

„Ein großer Teil der Arbeit von mir und meinem Team besteht darin, aufzuklären. Offene Fragen rund um den Wald haben Groß und Klein“, sagt Ortenstein. „Viele Konflikte im Bereich Wald- und Forstwirtschaft stammen von der Unwissenheit der Leute, da hilft meist ein Gespräch.“

„Natürlich gibt es immer auch Unbelehrbare, die sich Fakten und Argumenten verweigern“, erzählt die Försterin weiter. „Die meisten Erfahrungen, die ich gemacht habe, waren jedoch eher positiv.“

Arbeit mit Kindern, persönlicher Höhepunkt

Trotzdem ist die Arbeit mit Kindern immer noch ein Höhepunkt für Manuela Ortenstein: „Das ist eine sehr dankbare Aufgabe. Kinder begreifen schnell, dass der Wald etwas Tolles sein kann - etwas Schützenswertes.“

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