"Die Flüchtlingsdebatte ist ein Balanceakt"

Ludger Schnieder über die Themen des Jahres

Bald ist Ludger Schnieder zwei Jahre Bezirksbürgermeister in Kirchhellen. Im Gespräch mit der Dorstener Zeitung sprach er über seine Art, Politik zu machen und über die großen Themen des Jahres 2016.

Kirchhellen

, 29.01.2016, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Die Flüchtlingsdebatte ist ein Balanceakt"

Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder sieht die Flüchtlingsproblematik als ein großes Thema für Kirchhellen in diesem Jahr an.

Die Tatsache, dass er als politischer Neuling in sein neues Amt eingestiegen ist, sieht Schnieder nicht als Nachteil. "Mir wird immer noch gesagt, dass ich an Vieles relativ unbedarft, direkt und offen ran gehe und auch klar meine Meinung sage. Das will und möchte ich nicht ablegen."

Als ein großes Thema für das neue Jahr sieht er die Flüchtlingsdebatte: "Ich hoffe, dass wir im Bezirk Kirchhellen die Flüchtlingsproblematik vernünftig und menschlich angehen werden". Davon, dass man Turnhallen schließt, um darin Flüchtlinge unterzubringen, hält er jedoch nichts. 

Gesellschaftlichen Frieden wahren

Wichtig sei es, so Schnieder, den gesellschaftlichen Frieden in Kirchhellen zu wahren. Das sei ein Balanceakt, denn man dürfe einerseits die Einwohner nicht aus den Augen verlieren, andererseits müsse man aber auch dem Auftrag gerecht werden. Wichtig sei, die Flüchtlinge zu betreuen, denn: "Wen ich mag, dem tue ich nichts Böses. Da setzt das Ehrenamt an." 

Ein weiteres wichtiges Thema ist für den Bezirksbürgermeister die Ortskerngestaltung. Er wünscht sich mehr Sitzgruppen, mehr Bäume und mehr Außengastronomie zum Verweilen. Bei der Ideensammlung müsse man auch Bürger und Gewerbetreibende mit ins Boot holen.

Ort für Jugendarbeit finden

Wichtig ist für Ludger Schnieder auch die Jugendarbeit. In diesem Jahr müsse eine Entscheidung gefällt werden, wo Kinder- und Jugendarbeit in Kirchhellen künftig stattfinden soll. "Wir haben einen örtlichen Vorschlag gemacht, wo man Kinder- und Jugendarbeit vernünftig zusammenlegen könnte, da hoffe ich mal, dass alle Parteien über ihren Schatten springen. Mehr ist aber noch nicht spruchreif."

Das komplette Interview lesen Sie in der E-Zeitung unter: http://ezeitung.dorstenerzeitung.de

Lesen Sie jetzt