Die Handtaschen flogen wieder weit

Weltmeisterschaft im Movie Park

Wenn selbst für Männer die Handtasche zum wichtigen Accessoire wird, ist Handtaschenweitwurf-Weltmeisterschaft (HTWWWM) im Movie Park.

Kirchhellen

, 03.08.2015, 16:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Für mich ist Kirchhellen das neue Mailand. Hier ist die absolute Handtaschen-Metropole in Europa“, erklärte André Puchta, Ideengeber und ehrenamtlicher Organisator.

Als Schnapsidee entstanden

Was vor ein paar Jahren als Schnapsidee im Freundeskreis entstand, hat sich zum etablierten Fun-Sport-Wettkampf entwickelt, der Schmunzeln hervorruft, aber nach sportlichen Regeln abläuft. So gibt es nicht nur ein Regelwerk, sondern mit Justus Schneider einen Anti-Doping-Beauftragten. Puchta: „Man merkt, dass sich die Teilnehmer immer besser auf die Weltmeisterschaft vorbereiten, sogar Trainingscamps veranstalten und einen sportlichen Ehrgeiz entwickeln.“

Inzwischen ist die HTWWWM so bekannt, dass einige Teilnehmer weite Wege auf sich nehmen: „Wir sind heute Morgen extra aus Sachsen angereist“, so Robert Stelter. Für die vier Freunde aus Sachsen, die für die Pitcairninseln antraten, stand der Spaß im Vordergrund: „Der ausschlaggebende Grund, warum wir mitmachen, war eindeutig Roberto Blanco als Jurymitglied“, so Stelter. In der Vorrunde wurde nicht nur die Wurfweite, sondern auch die Ausführung der drei offiziellen Wurftechniken bewertet.

Unterstützung von Roberto Blanco

Irmgard Knüppel führte wieder die Jury als Präsidentin an und wurde dabei von Roberto Blanco unterstützt. „Das Besondere am Wettkampf ist vielleicht das Absurde daran, aber es macht einfach unglaublich viel Spaß“, so ein Teilnehmer. Dementsprechend entspannt war die Atmosphäre zwischen den Teams, die aus jeweils vier Teilnehmern bestanden. „Natürlich ist das hier ein nationaler Wettbewerb. Die Werfer sind nur stellvertretend für eine Nation. Deswegen haben wir hier immer die exotischsten Länder mit dabei“, so Puchta.

Schon in der ersten Runde zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Österreich (amtierender Weltmeister) und Finnland (mit Weltrekordhalter Pierre Ermini) ab. „Eigentlich hab ich mir nicht so große Hoffnungen gemacht, aber unser Team war in der ersten Runde top“, so Andreas Ruland, der schon 2014 mit Österreich gewann und auch in diesem Jahr den Titel verteidigen konnte. Auch der Weltrekordhalter Ermini schaffte es in diesem Jahr wieder, seinen eigenen Rekord auf über 35 Meter aufzustocken.

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