Die Kirchhellener Waldjugend verpasst den Kopfweiden einen frischen Schnitt

Waldjugend

Es rasselten die Kettensägen am Samstag zwischen Hof Rottmann und den Golfplatz Schwarze Heide. Die Waldjugend verpassten den Kopfweiden einen neuen Schnitt., um sie zu schützen.

Kirchhellen

, 18.02.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Kirchhellener Waldjugend verpasst den Kopfweiden einen frischen Schnitt

Auf dem Feld zwischen Rottmanns Hof und Golfplatz Schwarze Heide beschneidet die Waldjugend in jedem Jahr die hiesigen Kopfweiden. © Julian Schäpertöns

„Wenn im Dorf irgendwas mit Bäumen gemacht wird, ist der Aufschrei immer groß“, weiß Revierförster Markus Herber. Wer am Samstagmorgen am Feld zwischen Golfplatz Schwarze Heide und Hof Rottmann vorbeikam, mochte vielleicht schlimmes denken. Aber: „Wir machen die Bäume ja nicht kaputt. Wir schützen sie und fördern das Wohl der heimischen Vögel.“

Einmal im Jahr heulen die Kettensägen hier in Hardinghausen und die Kopfweiden bekommen einen neuen Schnitt für das Frühjahr. Es ist seit vielen Jahren Tradition, dass die Waldjugend bei dieser Aufgabe hilft. Auch am Samstag war es wieder so weit und 15 Bäume wurden beschnitten. Die restlichen Weiden sind erst wieder im nächsten Jahr dran.

Schnittarbeiten sind notwendig

Die Schnittarbeiten sind absolut notwendig, um Vögeln einen geeigneten Unterschlupf zum Brüten zu gewährleisten, weiß Markus Herber. Vögel, wie Steinkauz, Buchfink oder Amsel nutzen das hohle Innere der bis zu 30 Jahre alten Kopfweiden, um dort zu brüten. Deswegen muss das Astwerk alle zwei Jahre zurückgeschnitten werden, damit die Bäume nicht sterben oder brechen. Das Astwerk wächst danach sehr schnell wieder nach. Schon im Frühjahr werden neue Triebe sprießen.

Warum diese Arbeit im Winter getan werden muss? „Das ist gesetzlich vorgeschrieben“, erklärt der Patenförster der Waldjugend Markus Herber. „Die Arbeiten müssen vor der Nistzeit der Vögel verrichtet sein.“ Diese beginnt in der Regel im März und endet im September. Die Äste, die am Samstag beschnitten wurden, sollen später für Osterfeuer oder Korbgeflecht weiterverwendet werden.

Tatkräftig unterstützten die Kinder der Waldjugend am Samstag bei herrlichem Sonnenschein beim Schnitt der Kopfweiden. Die nicht ganz ungefährlichen Arbeiten mit der Kettensäge übernahmen natürlich die Älteren. Trotzdem hatten sie jede Menge Spaß dabei, die Äste aufzusammeln und wegzubringen. „Es geht darum, den Kindern die Natur näher zu bringen“, weiß Matthias Sieg, ein ehemaliger Gruppenleiter der Landjugend. „So sieht aktiver Naturschutz aus.“

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