Diskussion über Windkraftanlage

Bezirksvertretung

Auf Unverständnis der Bezirksvertretung stieß die Einschätzung von Ursula Dickmann vom Planungsamt, eine geplante Windkraftanlage im Bereich Tappenhof/östlich Brabecker Feld abzulehnen. Zur Begründung hatte sie angeführt, dass die Nähe zum Haus Brabeck problematisch sei. Außerdem liege eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes vor.

KIRCHHELLEN

von Von Berthold Fehmer

, 30.04.2012, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ganz anders sah das Dorothee Askemper (CDU): 80 bis 100 Meter hohe Hochspannungsmasten und -leitungen bestimmten dort das Bild, außerdem die Rampe zur Autobahn. "Warum stört da ein Windrad?" Wenn man sich auf den Karnickelberg stelle, erkenne man das Flachglas-Firmengelände, den Phenol-Chemie-Turm, den Essener Turm eines Verbrennungskraftwerkes.Landschaftsprägendes Elemenz? "Und da soll ein Windrad ein zerstörendes, landschaftsprägendes Element sein? Wir lehnen die Begründung in Bausch und Bogen ab." Willi Urban (ÖDP) erinnerte daran, dass die Prüfung dieses Standortes sich auch damit beschäftigen müsse, ob die Abstände zu den Häusern jenseits der Gladbecker Grenze gewährleistet sei. Sigurd Köllner (Grüne) schlug vor, eine Bürgerversammlung zum Thema Windenergie zu organisieren. Dickmann blieb bei ihrer Sichtweise: Es gehe nicht um die Suche nach Schornsteinen, sondern um die Landschaft. Von Norden nach Süden gehe der Blick dort über eine Ackerlandschaft, anschließend einen Waldsaum, dahinter entwickele sich das Ruhrgebiet. "Rotorblätter ziehen den Blick an. Sie schauen dann nur noch auf diesen Mast, sehen nicht mehr die Landschaft."Keine Wirkung mehr Doch selbst der stellvertretende Bezirksbürgermeister Bernhard Steinmann, dessen Familie ihren Ursprung im Haus Brabeck hat, gab zu Protokoll, dass das Haus keine Wirkung mehr habe, seitdem man die Autobahn gebaut habe. "Wir müssen uns keine Sorgen machen, wenn 500 Meter weiter etwas dahin gestellt werden soll." Einstimmig nahmen die Bezirksvertreter auch die beantragte Anlage am Brabecker Feld in die Liste der Windkraftanlagen auf, die nun im Einzelfall geprüft werden müssen.______________- Auch die ELE will in Kirchhellen Anlagen zur Erzeugung von Windenergie aufstellen. Am 22. Mai will man den Bezirksvertretern die Pläne vorstellen.

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