Diskussion um geplanten Neubau der Sekundarschule

Bezirksvertretung

Es soll "Variante A" des geplanten Neu- und Umbaus für die Sekundarschule auf dem Gelände der jetzigen Hauptschule sein - das haben die Bezirksvertreter am Dienstag einstimmig entschieden. CDU und FDP gaben den Planern einige "Hausaufgaben" mit auf den Weg.

KIRCHHELLEN

, 20.05.2015, 15:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diskussion um geplanten Neubau der Sekundarschule

In der oberen Ansicht ist der geplante Gebäudetrakt der Sekundarschule zu sehen, wie er vom Schulhof des Vestischen Gymnasiums wirken würde. Durch den aufgeständerten Bau würde ein Teil des Schulhofs überdacht.

Vorgestellt wurde die Planung von Andreas Schnellbach, Leiter der Abteilung Planung und Bau kommunaler Hochbauten des Fachbereichs Immobilienwirtschaft der Stadt Bottrop. In der favorisierten Variante soll ein dreigeschossiger Neubau parallel zum Hauptgebäude der Hauptschule entstehen - zum Teil aufgeständert, sodass unter dem Neubau ein Teil des Schulhofs überdacht wäre und man "möglichst viel Pausenhoffläche erhalten" könne, so Schnellbach. Die alte Aula (160 Plätze) soll abgerissen und durch eine neue mit 278 Plätzen ersetzt werden.

"Allerärgste Bedenken"

CDU und FDP setzten durch, dass nun auch ein abgestuftes Gebäude geprüft werden soll. Außerdem soll eine vandalismussichere und zum Gesamtbild passende Fassade, die Zahl der Rückzugsräume für Schüler sowie die Erweiterung des Schulhofs geprüft werden. Schnellbach meldete "allerärgste Bedenken" an. Eine Abstufung des Gebäudes bringe auf der Kostenseite nichts, sehe nicht so gut aus und gefährde den Zeitplan. Einzug soll im Sommer 2018 sein – bis dahin ist die Sekundarschule neben der Gregorschule untergebracht.

Man müsse europaweit ausschreiben (Neubau und Einrichtung kosten 8,1 Millionen Euro, Renovierung und Umbau des Hauptschul-Gebäudes knapp 600 000 Euro), brauche deshalb lange Vorlaufzeiten, so Schnellbach. "Also sitzen wir hier zum Abnicken", konterte Dorothee Askemper (CDU): "Und hätten uns die letzte halbe Stunde sparen können."

Zeit und Muße

Wilhelm Stratmann (SPD) warnte wiederholt davor, das Projekt "zu zerreden". "Man könnte noch viel mehr machen, aber das Geld spielt auch eine Rolle." Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder entgegnete: "Dieses Gebäude bauen wir nur einmal. Es wird mindestens 40 Jahre stehen. Da sollten wir uns die Zeit und Muße nehmen, das Beste aus diesem Gebäude zu machen. Diese Chance sollten wir uns nicht nehmen lassen, sonst wird uns das hinterher vorgeworfen."

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