„Dorfsheriff“ überreicht 5000 Euro Scheck an das Kinderhospiz

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Aus einer kreativen Idee, im Corona-Lockdown die Zeit rumzukriegen, ist eine große Spendenaktion mit beachtlichem Ergebnis geworden. Doch Thomas Köster erhielt nicht nur positive Resonanz.

Kirchhellen

, 01.09.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich wollte Dorfsheriff Thomas Köster „nur“ jeweils 10 Cent für jeden bemalten Stein der Steinschlange am Schölsbach spenden. Dann kamen immer mehr Kirchhellener, die sich ihm anschließen wollten. Am Ende ist eine stolze Summe von 5.000 Euro zusammengekommen.

„Das ist ein Selbstläufer geworden“

„Mit so viel hätte ich anfangs nicht gerechnet. Das ist ein Selbstläufer geworden“, ist Thomas Köster überrascht, als er am Montagmorgen (31. August) mit einem dicken Spendenscheck das Ambulante Kinder- und Jugendhospiz in Gladbeck besucht. Über mehrere Wochen lang hat der Polizist auf der Straße und über die Facebook-Gruppe „Wir sind Kirchhellen“ Spenden gesammelt. „Viele Menschen kamen von ganz allein auf mich zu“, berichtet der Dorfsheriff.

Angefangen hatte alles während des Corona-Lockdowns. Hier hatten Kinder begonnen, Steine bunt zu bemalen und im Waldstück am Schölsbach aneinanderzureihen. Thomas Köster ist begeistert von der kreativen Aktion und will privat für jeden Stein 10 Cent spenden. Um die 4000 Steine hat er am Ende gezählt – und sein Versprechen mit 400 Euro aus der eigenen Tasche eingehalten.

Als er dies in der „Wir sind Kirchhellen“-Gruppe auf Facebook postet, wollen sich andere Kirchhellener dieser Aktion anschließen. „Weil ich als Polizist kein Spendenkonto eröffnen darf, habe ich mir das Konto eines Bekannten geliehen“, erzählt Thomas Köster. Immer mehr Spenden kommen so mit der Zeit zusammen. Über Facebook postet er regelmäßig den aktuellen Stand der Aktion. Doch das kommt nicht bei allen gut an …

Nicht nur positive Resonanz

Vielen Kirchhellenern geht Thomas Köster mit seinen fast täglichen Updates auf Facebook auf die Nerven. „Ich würde mich darüber profilieren und es wäre eigennützig, hieß es dort“, so der Dorfsheriff. Die vielen Posting seien die einzige Möglichkeit, auf die Aktion aufmerksam zu machen, entgegnet Köster. „Ich wollte mich nur bei den Menschen bedanken, die gespendet haben. Darum haben mich die negativen Kommentare nicht gejuckt.“

Am Ende der Aktion sind es fast 100 Kirchhellener, die die Spendenaktion unterstützt haben. Thomas Köster rundet nochmal auf, sodass 5000 Euro an das Kinder- und Jugendhospiz in Gladbeck überreicht werden können. „Wir hätten nicht mit einer so hohen Summe gerechnet. Danke für das Engagement und allen, die gespendet haben“, freut sich Kira Benz vom Kinderhospiz bei der Scheckübergabe. Das Geld wird gebraucht, um die laufenden Kosten der Einrichtung zu decken.

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