Egon und Gisela Jendral starten die letzte West-Ost-Etappe

Weg nach Görlitz

Wo steht der einzige erhaltene gusseiserne Aussichtsturm in Europa? Darauf wissen wohl nicht viele Menschen aus Nordrhein-Westfalen eine Antwort. Egon Jendral ging es ähnlich, bis er die letzte Etappe der Wanderung vom westlichsten zum östlichsten Punkt Deutschlands plante.

KIRCHHELLEN

, 09.08.2017, 17:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die letzte Etappe der Deutschlandreise von West nach Ost steht kurz bevor. Gisela und Egon Jendral nehmen neben dem Brief des Selfkanter Bürgermeisters und dem Zipfelpass, für den Stempel des östlichen „Zipfels“ Görlitz, dieses Mal nicht nur ihren altbewährten Begleiter mit – die blaue Zeitungsente, die sie schon vor einigen Jahren „Dorsti“ getauft haben – sondern auch Dorstinchen. „Auf Giselas Rucksack ist genug Platz für beide“, sagt Egon Jendral.

Die letzte Etappe der Deutschlandreise von West nach Ost steht kurz bevor. Gisela und Egon Jendral nehmen neben dem Brief des Selfkanter Bürgermeisters und dem Zipfelpass, für den Stempel des östlichen „Zipfels“ Görlitz, dieses Mal nicht nur ihren altbewährten Begleiter mit – die blaue Zeitungsente, die sie schon vor einigen Jahren „Dorsti“ getauft haben – sondern auch Dorstinchen. „Auf Giselas Rucksack ist genug Platz für beide“, sagt Egon Jendral.

Und der 79-Jährige entdeckte: „Der Turm steht auf dem Löbauer Berg in Sachsen.“ Da wollen er und seine Frau Gisela natürlich unbedingt hin und hoch auf ihrem Weg von Heidenau, dem Endpunkt der vierten Etappe, nach Görlitz.

„Die meisten Aussichtstürme sind ja gebaut worden, um die sehenswerte Aussicht von oben zu bestaunen. Dieser Turm ist selbst schon sehenswert“, findet Gisela Jendral, die den König-Friedrich-August-Turm bereits im Prospekt der Stadt Löbau bewundert hat, das sich ihr Mann hat zuschicken lassen. „Das mache ich immer so, damit wir auch wissen, was es in den jeweiligen Städten, an denen wir vorbeiwandern, zu sehen gibt.“ Die Städte freuen sich über sein Interesse scheinbar sehr, schicken sie ihm doch oft auch noch Informationen über die Umgebung. Das bereitet Egon Jendral dann wiederum Kopfzerbrechen. „Es gibt so viel zu sehen, aber wir können doch nicht so weit von unserer Route abweichen“, sagt er und überlegt, was dann doch noch irgendwie zu schaffen ist. „Deutschland ist einfach so interessant.“

Größte Dorfkirche

Bei der fünften und letzten Etappe ihrer Tour steht neben dem 70 Tonnen schweren und 28 Meter hohen Turm in Löbau auch die größte Dorfkirche Deutschlands in Cunewalde auf ihrer Liste. „Darin haben mehr als 2600 Menschen Platz“, weiß Egon Jendral zu berichten.

Außerdem werden die Eheleute versuchen, sich ihre nächsten Wanderungen zu finanzieren. Aber nicht mit einem schnöden Job. Sondern mit Goldwaschen. „Auf jeden Fall werden wir das in einem Goldmuseum versuchen“, sagen die beiden lachend. Auch schöne Altstädte, wie in Schirgiswalde, liegen auf dem Weg, ebenso wie die Berge des Elbsandsteingebirges. Die Wanderer werden sie besteigen mit ihren prall gefüllten Rucksäcken, in denen dieses Mal noch ein Gepäckstück mehr verstaut ist: federleicht zum Glück. Gut geschützt vor Regen wird der Brief von Herbert Corsten, Bürgermeister vom westlichsten Ort in Deutschland, Selfkant, darin liegen.

Ehepaar wird erwartet

Zwei Jahre, nachdem die Jendrals ihn im September 2015 entgegengenommen haben, werden sie ihn nun dem Oberbürgermeister von Görlitz, Siegfried Deinege, übergeben. „Wir haben sogar schon einen Anruf aus dem Rathaus bekommen, wann wir da sein werden“, erzählt Egon Jendral, erfreut darüber, dass er und seine Frau so nett erwartet werden. „Dann werden wir noch einige Tage die Stadt Görlitz und ihre Umgebung erkunden und das Ende der Tour ein wenig feiern“, sagt Egon Jendral schon voller Vorfreude. 

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