„Ein Bild der Verwüstung“

Förster mahnt: Wald nicht betreten

Vor zwei Wochen fegte eine gewaltige Sturmhose durch Kirchhellen und Grafenwald. Viele Helfer befreiten die Wege von umgefallenen Bäumen und Geäst. Aber die Aufräumarbeiten sind noch lange nicht vorbei.

KIRCHHELLEN

, 29.06.2017, 15:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Förster Werner Meemken begutachtet die Schäden, die die Sturmhose vor 14 Tagen angerichtet hat.

Förster Werner Meemken begutachtet die Schäden, die die Sturmhose vor 14 Tagen angerichtet hat.

„Es ist ein Bild der Verwüstung“, sagt Förster Werner Meemken. Er ist für eine rund 1200 bis 1300 Hektar große Fläche Wald verantwortlich. Schätzungsweise sind durch den Sturm 150 Hektar von Meemkens Fläche zerstört worden. Das entspricht 210 Fußballfeldern. Werner Meemken muss nun diesen Bereich von restlichen umgefallenen Bäumen befreien.

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So sieht es in der Kirchheller Heide aus

Die Aufräumarbeiten nach dem Sturm vor 14 Tagen in der Kirchhellener Heide sind noch lange nicht vorbei. Förster Werner Meemken warnte am 29. Juni davor, den Wald zu früh zu betreten.
29.06.2017
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Förster Werner Meemken begutachtet die Schäden, die die Sturmhose vor 14 Tagen angerichtet hat.© Foto: Frederike Schneider
Förster Werner Meemken begutachtet die Schäden, die die Sturmhose vor 14 Tagen angerichtet hat.© Foto: Frederike Schneider
Förster Werner Meemken begutachtet die Schäden, die die Sturmhose vor 14 Tagen angerichtet hat.© Foto: Frederike Schneider
Förster Werner Meemken begutachtet die Schäden, die die Sturmhose vor 14 Tagen angerichtet hat.© Foto: Frederike Schneider
Förster Werner Meemken begutachtet die Schäden, die die Sturmhose vor 14 Tagen angerichtet hat.© Foto: Frederike Schneider
Förster Werner Meemken begutachtet die Schäden, die die Sturmhose vor 14 Tagen angerichtet hat.© Foto: Frederike Schneider
Förster Werner Meemken begutachtet die Schäden, die die Sturmhose vor 14 Tagen angerichtet hat.© Foto: Frederike Schneider
Förster Werner Meemken begutachtet die Schäden, die die Sturmhose vor 14 Tagen angerichtet hat.© Foto: Frederike Schneider
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„Die Aufarbeitung von Sturmholz ist sehr gefährlich, weil es unter starken Spannungen steht“, sagt der 47-Jährige. Es brauche viel Erfahrung, um einschätzen zu können, in welche Richtung ein Baum fallen wird. Die Sturmhose zog von Westen nach Osten. „Die Flächen Hiesfelderweg, Elsweg und Mühlenweg sind besonders stark betroffen“, so Meemken, der sich an den Orkan Kyrill und die Gewitterfront Ela erinnert. Es gebe sogar Flächen, die komplett oder bis zu dreiviertel zerstört worden seien.

Alte Bäume betroffen

Getroffen hat es mittelalte bis alte Bäume. „Das liegt daran, dass sie höher sind als jüngere Bäume und somit mehr Angriffsfläche bieten“, erklärt der Förster. Auch 14 Tage nach dem Sturm sind noch nicht alle Wege wieder frei. „Wir haben die Wege abgesperrt, damit niemand in den Wald geht. Leider kommt es vor, dass Leute diese Absperrungen ignorieren, was sehr gefährlich werden kann“, warnt Meemken. Es kann immer noch vorkommen, dass vom Sturm abgeknickte Äste, die in Baumkronen sitzen, herabstürzen. Im Fall eines Unglücks trägt der Verunfallte die Verantwortung.

Wenn alle Wege befreit sind, wird Meemken mit Forstwirten die Kronen am Rand beschneiden und danach die leeren Flächen mit neuen Bäumen auffüllen. Meemken: „Bis wir so weit sind, können bis zu drei Monate vergehen.“

Gefahr: Borkenkäfer

Sollte niemand die am Boden liegenden Bäume aufräumen, könnte es sein, dass Borkenkäfer die Fichten befallen, im toten Unterholz brüten und auch gesunde Bäume angreifen. Wer denkt, die zu Schaden gekommenen Bäume sind „verloren“, liegt aber falsch: Es wird, je nach Qualität, als Feuerholz verwendet oder verkauft.

Die Flächen am Dorstener Weg, Elchweg, Rehweg, der Bereich Heidhof und Heidhofsee dürfen wieder betreten werden.
Im Süden ist die Fläche um den Siebenhügelweg wieder frei zugänglich für Spaziergänger, Jogger und Radfahrer.
„Der Kölnische Wald, Grafenmühle und die Hapeler Heide waren nicht von dem Sturm betroffen und sind nach wie vor zu betreten“, sagt Förster Meemken.
 

 

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