Ein Defibrillator für Laien

AED-Gerät im Movie Park

„Alarmieren Sie den Rettungsdienst.“ „Machen Sie den Oberkörper frei.“ „Befestigen Sie jetzt die Klebeelektroden.“ Die Anweisungen, die das neue AED-Gerät (automatisierter externer Defibrillator) im Movie Park gibt, sind präzise und auch von einem Erste-Hilfe-Laien in einer Ausnahmesituation gut umzusetzen.

Feldhausen

, 19.05.2016 / Lesedauer: 2 min
Ein Defibrillator für Laien

Freuen sich über das neue AED-Gerät (v.l.): Parksprecherin Jessica Demmer, Werner Nowotny (ebenfalls Movie Park), Monteur Harry Leipold und Michael Müller (Projektleiter Björn-Steiger-Stiftung).

Seit Donnerstag steht die Säule mit dem Gerät gut sichtbar am Haupteingang des Freizeitparks. Aufgestellt wurde die Säule, die im Ernstfall Leben retten soll, von Mitarbeitern der Björn Steiger Stiftung. Im Rahmen ihres Projektes „100 000 Leben zu retten“ stellt die Stiftung in verschiedenen, gut frequentierten Einrichtungen in ganz Deutschland solche Geräte auf. Damit wollen sie dem plötzlichen Herztod den Kampf ansagen.

„Wir hoffen natürlich, dass er nie zum Einsatz kommt. Bisher hatten wir auch noch nie solch einen Notfall. Aber wenn es doch einmal passiert, sind wir gut ausgerüstet“, sagt Parksprecherin Jessica Demmer. Natürlich gebe es auch einen Sanitätsdienst im Park, der auch über einen Defibrillator verfüge. „Aber der ist für Profis. Mit dem AED-Gerät geben wir auch Laien die Chance, zu helfen.“

Wichtige Minuten

Der plötzliche Herztod ist mit mehr als 100 000 Betroffenen jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Der Betroffene hat nur eine Chance, wenn sofort mit der Herzdruckmassage und dem Einsatz eines Defibrillators begonnen wird. „Die ersten Minuten sind sehr wichtig. Jede Minute, die nichts getan wird, sinkt die Lebenserwartung des Patienten um zehn Prozent“, erklärt Michael Müller, der das Projekt „100 000 Leben zu retten“ leitet.

Das AED-Gerät soll Laien dazu bringen, die Hemmschwelle zum Helfen zu überwinden. Schaltet man es ein, erklärt einem eine ruhige Stimme alle folgenden Schritte. „Auch die Elektroden sind so beschriftet, dass man sofort weiß, wo man sie hinkleben muss“, sagt Harry Leibold, der die Säule im Movie Park montiert hat.

Das Gerät sagt einem, wann man durch eine kleine Taste den Elektroschock auslösen muss, blockiert, wenn die Voraussetzungen für einen Schock nicht gegen sind und leitet einen bei der Beatmung und der Herzdruckmassage an. Beatmungsmasken befinden sich in jedem Gerät. 

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