Ernte kann bald beginnen

Frisches Dinkelbrot aus Kirchhellen

Es ist nährstoffreich, gesund, verträglich und vielseitig verwendbar: Egal ob Brötchen, Brote, Teegebäck oder gar Herbststollen. Für Markus Kläsener und Thomas Overgünne ist das Dinkelgetreide ein Multitalent.

KIRCHHELLEN

, 24.07.2015, 16:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits zum zweiten Mal hat der Landwirt in Zusammenarbeit mit der Bäckerei Kläsener Dinkel im großen Stil angebaut, nachdem der Testlauf mit einem Probehektar geglückt war. Nun steht die Erntezeit vor der Tür, wie Thomas Overgünne erklärt: „Wenn es trocken bleibt, kann es in der nächsten Woche losgehen.“ Dann gilt es eine 12,9 Hektar große Fläche zu ernten.

Bis das Getreide aber tatsächlich in Form von Brot und Brötchen an die Kunden geht, hat es noch eine kleine Reise vor sich. Denn die Dinkelkörner sind mit einer Schutzhülle – der so genannten Spelze – umwachsen. „Diese muss entfernt werden. Dafür geht das Getreide erst nach Düsseldorf und anschließend weiter zur Mühle nach Grevenbroich. Der ganze Prozess dauert etwa drei bis vier Tage“, so Bäckermeister Markus Kläsener. Aber auch danach findet es noch nicht den Weg in die Backstube – es steht ein zwei- bis dreiwöchiger Reifungsprozess an.

Große Pläne

Doch dann haben Markus Kläsener und sein Team große Pläne: Drei Sorten Dinkelbrötchen und sogar sechs verschiedene Dinkelbrote sollen neben Teegebäck und Herbststollen produziert werden. „Die Nachfrage ist bombig. Die Sorten mit Dinkel sind unsere bestlaufendsten Produkte“, sagt Markus Kläsener. „Wir haben sogar Kunden, die extra aus Oberhausen oder Gelsenkirchen kommen, um das Brot bei uns zu kaufen.“ Der Bäckermeister favorisiert dabei selber eine Brötchensorte, bei der neben dem Dinkelgetreide auch Chia-Samen verwendet werden.

Von den 20 Tonnen abgenommenen Getreide hofft die Bäckerei nun den Bedarf von einem Jahr zu decken – bis zur nächsten Ernte 2016, an die auch schon bald gedacht werden muss. „Um zu dieser Jahreszeit zu ernten, sollte das Getreide circa Ende Oktober ausgesät werden“, sagt Thomas Overgünne.

Regionale Produkte

Durch die Zusammenarbeit erhoffen sich der Landwirt vom Hof Overgünne und die Bäckerei auch die Bedeutung von regionalen Produkten in den Fokus zu rücken. „Häufig sind Bio-Siegel mehr Versprechen als Inhalt. Bei uns ist das anders. Und das wollen wir durch die Zusammenarbeit und die Produkte zeigen“, sagt auch Stefan Kläsener von der Bäckerei. „Und ein Bäcker mit eigenem Korn und einem Feld, das nur 800 Meter von der Backstube entfernt liegt, gibt es so in der Region nicht noch einmal.“

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