Evangelische Kirchengemeinde Bottrop organisierte zweitägigen Impftermin

Die Evangelische Kirchengemeinde Bottrop hatte zu einer Impfaktion eingeladen. © privat
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Im Gemeindehaus hinter der Gnadenkirche im Eigen versammelten sich an zwei trüben Tagen im Dezember zahlreiche Mitarbeitende der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop zur Boosterimpfung.

Der Abteilungsleiter der diakonischen Einrichtungen der Gemeinde, Oliver Balgar, hatte diese spritzige Doppelaktion organisiert: „Wir stellen die Räume, übernehmen die Organisation und informieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Ärzteteam kommt dann gemeinsam mit einer medizinischen Fachangestellten und impft an den beiden Tagen geschätzte 250 Mitarbeitende unserer Gemeinde“, erklärte Balgar.

Die Einrichtungen der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop arbeiten im täglichen Kontakt mit mehr als 1.000 Kindern, Jugendlichen und Hilfesuchenden. Trotz steigender Infektionszahlen sollen all diese Angebote möglichst bestehen bleiben. Zugleich sollen aber auch die Mitarbeitenden und die Nutzerinnen und Nutzer der Einrichtungen bestmöglich geschützt werden. Daher das besondere Angebot.

Die Impfaktion stieß auf große Resonanz. © privat © privat

„Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass die Evangelische Kirchengemeinde hier so ein Engagement zeigt. Wir bräuchten noch mehr kirchliche Einrichtungen, aber auch Vereine und viele andere Institutionen, die derart satellitenmäßig ein solches Impfangebot leisten“, erklärt der Facharzt für Anästhesie, Bernd Gerrets, der an zwei Tagen gemeinsam mit einem Kollegen die Impfungen durchführt.

Und die Mitarbeitenden kamen. Während die Medizinische Fachangestellte eine Spritze nach der anderen aufzog, kontrollierte ein Mitarbeiter der Gemeinde die eintreffenden Personen. Im Behandlungsraum machten die Impfwilligen ihren Arm frei, es gab einen Pieks – fertig.

Die Atmosphäre war im kirchlichen Zweitagseimpfzentrum entspannt. Wie bei jeder anderen Covid-Impfung auch, blieben die Frischgeimpften noch etwa 15 Minuten vor Ort für den Fall einer akuten Nebenwirkung und gingen dann ihres Weges. Abgerechnet wird, auch wie beim Arzt oder in den Impfzentren, via Krankenkassenkarte.

Mehr als 95 Prozent der Mitarbeiter sind geimpft

„Weit über 95 Prozent unserer Mitarbeitenden sind bereits geimpft“, erklärte der Geschäftsführer der Evangelische Kirchengemeinde, Volkhard Graf, der sich natürlich auch boostern ließ. Diese Impfungen seien als ein ergänzendes Angebot für all jene zu verstehen, die nicht so schnell einen Impftermin bekommen haben, aber durch ihre berufliche Aufgabe dennoch ständig in Kontakt mit anderen Menschen stehen.

Impfangebot zusammen mit dem Impfzentrum

Ein Angebot, dass auch durch die optimale Zusammenarbeit mit dem Impfzentrum der Stadt schnell realisiert werden konnte. „Es ist kein Zufall, sondern eine große Leistung des Impfzentrums Bottrop, dass in dieser Stadt die Infektionszahlen im Vergleich zur Region auf einem guten Weg sind. Daher gebührt ihnen ein besonderer Dank. Gleiches gilt für alle Mitarbeitenden, die sich bisweilen kurzentschlossen zur Drittimpfung gemeldet haben. Auch hier sprechen wir einen großen Dank aus“, so Volkhard Graf.