Feldhausener Hainbuche soll Naturdenkmal werden

Kampf gegen Baumfällerei

Der BUND Bottrop besuchte im Rahmen seines Mai-Spaziergangs die Hainbuche gegenüber der Gaststätte Berger. Dieser Baum soll in die Liste der Naturdenkmäler aufgenommen werden.

Kirchhellen

von Von Sabine Bornemann

, 02.05.2013, 16:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der BUND Bottrop stellte die Feldhausener Hainbuche in den Mittelpunkt des Mai-Spaziergangs.

Der BUND Bottrop stellte die Feldhausener Hainbuche in den Mittelpunkt des Mai-Spaziergangs.

Klaus Lange nennt den Baum daher scherzhaft „Buche mit Rollator“: „Wir sind aufmerksam geworden, als die Stadt den Baum entsorgen wollte. Aber für mich ist er ein Überbleibsel aus alten Zeiten. in die Jahre gekommen wie eine Burg oder ein Mensch, der inzwischen eine Gehhilfe braucht. Auch Bäume altern und sterben – und auch das ist für mich sehenswert. Burgruinen werden auch erhalten als Orte der Erinnerung. Deshalb haben wir für den nächsten Landschaftsplan der Stadt Bottrop beantragt, diese Hainbuche neben der Marienkirche in die Liste der Naturdenkmäler aufzunehmen.“ In der heutigen Zeit werden oft in wenigen Minuten Dinge zerstört, die Jahrhunderte lang gewachsen sind. Sigrid Lange, ebenfalls Mitglied im Vorstand des BUND, erzählte, dass sie häufig per Zuruf aus der Bevölkerung auf besondere Bäume oder Plätze aufmerksam gemacht wird: „Die Leute schauen in ihrem Umfeld schon genau hin und wenn etwas verschwindet, dann fehlt es ihnen.“

Zuletzt fällte die Stadt Bottrop eine Allee mit 80 Bäumen am Lohbrauksweg mit der Begründung, sonst würde man vom Land keine Subventionen für den Fahrradweg bekommen. Es sei bisher nicht einmal eine Ersatzpflanzung vorgesehen. Der BUND Bottrop versucht den „Flächenfraß“ und das Zupflastern der Landschaft für immer weitere Neubaugebiete einzudämmen. Jürgen Schmidt vom Landschaftbeirat stellt besonders bei Bauern oft fest, dass sie solche Naturschutzbemühungen wie beispielsweise den Kampf um den Erhalt von alten Bäumen teilweise nicht nachvollziehen können. Da stehe oft die Wirtschaftlichkeit und Bequemlichkeit im Vordergrund: Wenn ein Baum die Nutzung von großen Maschinen behindert, solle er weg. Solche praktischen Gründe gibt es bei der Hainbuche an der Marienkirche nicht. Also hat diese Baumruine vielleicht eine Chance, Naturdenkmal zu werden.

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