Flugplatz-Geschäftsführer André Hümpel (l.) und Bauleiter Dirk Richter realisieren zusammen die bereits dritte Rundhalle am Flugplatz Schwarze Heide. © Julian Schäpertöns
Schwarze Heide

Flugplatz Schwarze Heide baut dritte Rundhalle – weitere sind geplant

Am Flugplatz Schwarze Heide entsteht gerade eine dritte Flugzeug-Halle. Die Nachfrage ist Geschäftsführer André Hümpel zufolge hoch. Daher plant er, noch weitere Hallen zu bauen.

Es tut sich einiges am Flugplatz Schwarze Heide: bis Ende Oktober soll hier eine neue Drehtellerhalle entstehen, die Platz für bis zu acht Flugzeuge bietet. Es ist die dritte dieser Art. Doch Geschäftsführer André Hümpel sieht noch mehr Bedarf.

51.000 Flugbewegungen verzeichnete der Flugplatz Schwarze Heide allein im vergangenen Jahr. In insgesamt zwölf Hallen stehen um die 150 Flugzeuge für Privat- und Geschäftsreisen sowie den Freizeitsport. Doch immer wieder bekommt Geschäftsführer André Hümpel neue Anfragen. Aus diesem Grund wird jetzt der nächste Flugzeughangar gebaut.

„Es ist vor allem die tolle Infrastruktur hier, die den Flugplatz so beliebt macht“, erklärt Hümpel. Vor zehn Jahren wurde die Start- und Landebahn auf 1500 Meter erweitert. Und auch die gute Anbindung ans Ruhrgebiet machen den Flugplatz zum beliebten Ziel- und Ausgangspunkt. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass ein Tui-Pilot aus Datteln mit seiner Firma „Meer Express GmbH“ ab März täglich Flüge von der Schwarzen Heide nach Norderney und Juist anbieten will.

Insgesamt zwölf Hallen für Flugzeuge besitzt der Flugplatz. Bei den großen rechteckigen Hallen gibt es nur ein Problem: Wenn ein Flugzeug, welches in der hintersten Ecke steht, gebraucht wird, müssen erst einmal alle anderen Maschinen rausgefahren werden, um dieses zu holen. Bei den Drehtellerhallen gibt es dieses Problem nicht.

Wenn die Drehtellerhalle Ende Oktober fertig ist, wird es für die Flieger aufgrund des rotierenden Bodes einfacher, die Flugzeuge aus der Halle zu holen.
Wenn die Drehtellerhalle Ende Oktober fertig ist, wird es für die Flieger aufgrund des rotierenden Bodes einfacher, die Flugzeuge aus der Halle zu holen. © Julian Schäpertöns © Julian Schäpertöns

Dort stehen bis zu acht Flugzeuge auf einer Drehplatte und können so einfach nach vorne geholt werden. Bereits 2015 hat der Flugplatz so eine Halle gebaut, 2018 folgte die zweite und nun soll Ende Oktober die dritte Rundhalle fertig sein. Die Firma Stieblich, die auf Hallenbau spezialisiert ist, kümmert sich um die Umsetzung. „Die acht Plätze sind bei Fertigstellung schon alle vermietet“, erzählt André Hümpel. Deswegen hat er vor, in den nächsten Jahren drei weitere solcher Hallen zu bauen.

In die Kritik war der Flugplatz im Sommer gekommen, als Anwohner eine Petition ins Leben riefen, die ein Verbot der Kunstfliegerei dort forderte. Die Landesregierung hatte auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten René Schneider diesbezüglich jedoch geantwortet: „Die luftrechtlich zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Lärmreduzierung im Kunstflugsektor nördlich des Verkehrslandeplatzes Dinslaken Schwarze Heide sind ausgeschöpft.“

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Julian Schäpertöns