Früchteteppich: Ein Kunstwerk aus Obst und Gemüse

Landfrauen

Äpfel, Birnen, Zwiebeln, Nüsse – kistenweise haben die Landfrauen Kirchhellen Obst und Gemüse in die St.- Johannes-Kirche geschleppt. Viele Stunden später liegen Obst und Gemüse wohl geordnet in einem Früchteteppich. Alles ist bereit für das Erntedankfest.

Kirchhellen

, 01.10.2015, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Früchte des Himmels hast du uns gegeben“ haben die Landfrauen in diesem Jahr als Motto gewählt. Eingefasst von roten Zwiebeln und Äpfeln steht der Spruch jetzt am Rand des riesigen Bildes. Im Zentrum eine Jesusfigur. Reiskörner, in feinen Linien gestreut, werden zu leuchtenden Strahlen.

Ein Tag Arbeit

Einen ganzen Tag haben die zehn Frauen im Altarraum gearbeitet. Sie hatten reichlich Material zur Verfügung. „Es sind alles Spenden“, sagt Bärbel Nothelle. Etliche Hobbygärtner haben Früchte, Gemüse und Blumen geliefert, Direktvermarkter aus Kirchhellen haben sich genauso beteiligt wie die Genossenschaft AgriV, die Getreide beisteuerte. Eins ist Bärbel Nothelle ganz wichtig: „Nichts wird weggeworfen“. Wenn am 18. Oktober der Früchteteppich wieder „eingerollt“ wird, bekommt die Bottroper Tafel das Obst und Gemüse. „Das Getreide geht an die Jäger für die Wildfütterung im Winter“, erläutert Bärbel Nothelle.

Lavendel für den Himmel

Zum zwölftenmal legen die Landfrauen den Teppich in der Kirche. Trotz aller Erfahrung ist es jedes Jahr spannend. Auch wenn sie vorher Skizzen gemacht haben: Auf dem Kirchenboden sieht manches dann anders aus. „Der Weizen ist alle. Wir haben noch Roggen oder Mais“ – bei solchen Zwischenrufen wird schnell umgedacht.

Dekorative Mispeln

Mispeln erweisen sich als sehr dekorativ. Aber auch Blüten wie Hortensien werden eingearbeitet. Getrockneter Schnittlauch wird wegen des strahlenden Grüns eingesetzt und Lavendelblüten eignen sich gut für den Himmel. In vielen Dosen stehen weitere Materialien bereit: Leinsamen, Mais, Gerste, Kastanien, Eicheln und Nüsse.

Erntedankgottesdienst am Sonntag

„Es kommen jedes Jahr viele Besucher“, sagt Küsterin Renate Schönsee. Sogar Gruppen sagen sich an, um das Bild erläutert zu bekommen. Erst einmal hat der Früchteteppich am Sonntag, 4. Oktober, seinen großen Auftritt. Um 11 Uhr beginnt der Erntedankgottesdienst.

Nach dem Erntedank-Gottesdienst werden bei einer Minibrot-Aktion kleine Erntedank-Brote der Bäckerei Kläsener verkauft. Der Erlös ist in diesem Jahr genauso wie die Spenden aus den Boxen, die neben dem Früchteteppich aufgestellt sind, für die Deutsche Knochenmarkspendedatei DKMS bestimmt. Dauerhafte Erinnerung an das Kunstwerk aus Obst, Gemüse und Getreide gibt es in Form von Postkarten.