Für eine tolerante Welt

Armin Laschet zu Gast

Das Vestische Gymnasium wird zur „Schule ohne Rassismus“. Ministerpräsident Armin Laschet ist Pate der Aktion und war zu Besuch.

KIRCHHELLEN

von Michelle Hoffmann

, 20.09.2017, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für eine tolerante Welt

Wie ein Superstar macht Laschet geduldig Selfies mit den aufgeregten Schülern.

An den Eingängen der Schule haben sich Polizisten positioniert. Zwei schwarze Autos fahren auf den Schulhof. Die Schüler haben sich dort versammelt und warten ungeduldig. Ein drittes Auto fährt vor und der Ministerpräsident Armin Laschet steigt aus. Sofort geht das Blitzlichtgewitter los. Die eben noch in einer Reihe wartenden Schüler stürmen auf den Ministerpräsidenten zu. Wollen Selfies und Autogramme. So aufgeregt wie die Schüler sind, könnte man meinen, ein Popstar wäre aus dem Auto gestiegen.Vielfalt und Kooperation Empfangen wird der Politiker von Oberbürgermeister Bernd Tischler, Direktor Matthias Plaputta und Schülersprecher Sebastian Pels. Auch ihnen ist die Freude und Aufregung anzumerken. Zusammen begleiten sie Armin Laschet in die Pausenhalle, wo schon die Schulband und der Unterstufenchor warten. Zur Begrüßung wird das Lied „Imagine“ von John Lennon gespielt. Danach hält der Schulleiter eine kurze Begrüßungsrede. „Es war noch nie so wichtig, gegen Rassismus ein Zeichen zu setzen, wie in der heutigen Zeit voller Hass und Hetze. Unser Slogan, nach dem wir uns seit Jahren richten ist ‚Vielfalt, Gemeinschaft und Kooperation‘“, macht er deutlich.

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Armin Laschet zu Besuch im Vestischen Gymnasium

Armin Laschet ist Schirmherr der Aktion "Schule ohne Rassismus" und war am Mittwoch zu Besuch am Vestischen Gymnasium.
20.09.2017
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Armin Laschet und Schülersprecher Sebastian Pels präsentieren das neue Schild "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".© Foto Michelle Hoffmann
Die Schüler hatten ein Programm vorbereitet.© Foto Michelle Hoffmann
Die Schüler des Vestischen Gymnasiums empfingen Armin Laschet wie einen Popstar.© Foto Michelle Hoffmann
An verschiedenen Ständen informierten Schüler und Lehrer den Ministerpräsidenten über Projekte der Schule.© Foto Michelle Hoffmann
An verschiedenen Ständen informierten Schüler und Lehrer den Ministerpräsidenten über Projekte der Schule.© Foto Michelle Hoffmann
Christiane Möller-Bach von der Landeskoordination des Projektes"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" überreichte Schuldirektor Plaputta und Schülersprecher Sebastian Pels die Urkunde.© Foto Michelle Hoffmann
Oberbürgermeister Bernd Tischler überreicht dem Ministerpräsidenten das rote Pferd als Erinnerung an den Besuch in Bottrop.© Foto Michelle Hoffmann
Wie ein Superstar macht Laschet geduldig Selfies mit den aufgeregten Schülern.© Foto Michelle Hoffmann
Wie ein Superstar macht Laschet geduldig Selfies mit den aufgeregten Schülern.© Foto Michelle Hoffmann
Im Schülercafé fand die offizielle Feierlichkeit statt.© Foto Michelle Hoffmann
An verschiedenen Ständen informierten Schüler und Lehrer den Ministerpräsidenten über Projekte der Schule.© Foto Michelle Hoffmann
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Seit Mittwoch kann sich das Vestische Gymnasium als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bezeichnen. Seit 2016 arbeitet die Schulprogrammgruppe zusammen mit der Schülervertretung auf diesen Tag hin. Um sich so nennen zu dürfen, musste die Schule einige Anforderungen erfüllen: 70 Prozent der Schüler mussten sich mit einer Unterschrift dazu verpflichten, sich gegen Rassismus und Ausgrenzung einzusetzen. Außerdem musste in jedem Jahr mindestens ein soziales Projekt stattfinden. „Wir hatten in diesem Jahr zwei Projekttage mit dem Motto „Gewalt? Nein, danke!“ und auch im letzten Jahr drei Projekttage. Außerdem hatten wir einen Spendenlauf, bei dem 4000 Euro zusammengekommen sind“, sagt Sebastian Pels. „Ich finde, das ist wirklich eine wichtige Sache, die uns stolz machen kann. Wir zeigen dadurch, dass unsere Schule für eine tolerante Gesellschaft ohne Hass und Hetze steht. Die Zertifizierung ist wie ein Aushängeschild für unsere Schule.“Infostände klären auf Der Unterstufenchor spielt Musik und alle machen sich nach dem ersten Ansturm auf den Weg zum Schülercafé. Der Weg dahin ist mit Bildern und Gedanken von Schülern gegen Rassismus und Ausgrenzung geschmückt. An ein paar Infoständen erzählen Schüler und Lehrer dem Ministerpräsidenten von Projekten und dem Engagement der Schule. Ein Stand informiert über die Patenschaft mit Afrika, die auch beinhaltet, dass die Schüler Spenden für Afrika sammeln. Schüler betreuen einen anderen Stand zum Thema Mobbing. „Denn auch das ist eine Art der Ausgrenzung“, sagt Laschet im Anschluss. Auch was das Brezelfest ist, wird dem Ministerpräsidenten vermittelt. Der zeigt sich begeistert und nimmt die Einladung für 2020 an.Geschenk für Laschet „Ich habe schon eine Patenschule in Aachen. Als die Anfrage vom Vestischen Gymnasium kam, wurde mir von vielen Leuten empfohlen, die Patenschaft abzulehnen. Ich habe sie aber trotzdem übernommen, weil diese Schule sich besonders engagiert. Deshalb bin ich froh, Pate zu sein. Alle weiteren Schulen werde ich jetzt auf jeden Fall ablehnen müssen“, sagt Laschet. „Ich finde es wichtig, dass jedem Courage in der Schule beigebracht wird. Jeder Schüler dieser Schule wird hoffentlich dazu beitragen, die Welt offener und toleranter zu machen.“ Von Oberbürgermeister Bernd Tischler bekommt Laschet das rote Pferd in einer kleineren Form geschenkt. „Als Erinnerung an den Besuch in der schönsten Stadt des Ruhrgebiets“, wie Tischler sagt. Danach darf sich der Ministerpräsident noch in das Goldene Buch der Stadt Bottrop eintragen, bevor er zusammen mit Schülersprecher Sebastian Pels das offizielle Schild mit der Aufschrift „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ enthüllt.

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