Fußballer in Kirchhellen werden weniger

Demografischer Wandel

Der demografische Wandel holt den Vereins- und Jugendfußball ein. Knapp 8000 Kicker sind in den Bottroper Vereinen noch aktiv, 1997 waren es mehr als 10.000.

Kirchhellen

von Von Berthold Fehmer

, 11.04.2013, 15:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Nachwuchs-Situation bei VfB ist mehr als passabel. Die B1-Jugend steht gerade im Halbfinale der Bottroper Stadtmeisterschaft. Am Mittwoch konnten sie sich mit 2:0 gegen den Niederrheinligisten SV Rhenania Bottrop durchsetzen. Im Halbfinale trifft die Mannschaft auf den Sieger des Spiels SV 1911 Bottrop gegen den VfL Grafenwald.

Die Nachwuchs-Situation bei VfB ist mehr als passabel. Die B1-Jugend steht gerade im Halbfinale der Bottroper Stadtmeisterschaft. Am Mittwoch konnten sie sich mit 2:0 gegen den Niederrheinligisten SV Rhenania Bottrop durchsetzen. Im Halbfinale trifft die Mannschaft auf den Sieger des Spiels SV 1911 Bottrop gegen den VfL Grafenwald.

Die Entwicklung der Einwohnerzahlen legen nahe, dass sich die Fußballvereine auf eine weitere Reduzierung der Mitgliederzahlen einstellen müssen. Das belegen auch die Zahlen der Projektgruppe biregio: Von 5442 Grundschülern in 2000/2001 ist man mittlerweile auf 3918 (Schuljahr 2013/14) gesunken. Die Entwicklung bleibt vorerst nicht stehen, verlangsamt sich aber. Etwa ab 2015 soll sich die Zahl der Grundschüler bei rund 3600, Tendenz fallend, einpendeln. Dieser Rückgang um etwa ein Drittel gegenüber dem Jahr 2000 könne ein Hinweis auf die benötigte Platzkapazität sein, so die Verwaltung. Derzeit betreibt man 15 Plätze auf Bottroper Gebiet – nach der beschriebenen Logik wären nur noch zehn nötig.

Gegen diesen Trend kämpft derzeit der TSV Feldhausen, der momentan ganz auf die Jugendarbeit setzt. Bis 2015 ist der eigene Platz gesichert, doch dann werden die Diskussionen wieder losgehen, falls es nicht gelingt, die Anzahl der Mannschaften deutlich zu erhöhen. Spielten 2003 noch fünf Mannschaften in Feldhausen, sind es seit 2011 nur noch zwei. Bei den beiden anderen Kirchhellener Vereinen sieht die Situation etwas anders aus. Der VfB pendelt sich seit vielen Jahren bei einem Wert von 20 Mannschaften ein; 2011/12 gab es einen Ausreißer, als man 24 Mannschaften spielen lassen konnte.

Der VfL Grafenwald schaffte es sogar, seine Mannschaftszahl zu steigern. Statt 15 (2003) spielen dort nun 16 Teams. Vergessen darf man dabei nicht, dass 2008 bis 2010 eine Steigerung der Mannschaftszahlen im Jugendfußball allein schon deshalb möglich war, weil seitdem auch Mannschaften mit sieben oder neun Spielern gemeldet werden können. Schaut man sich die Entwicklung in einigen Bottroper Vereinen an, erscheinen die Kirchhellener Verhältnisse noch als ziemlich passabel. So verlor die Hobbyliga in zehn Jahren von 28 Mannschaften ganze 19! Der SV Vorwärts geht etwa mit sechs statt zwölf Mannschaften ins Rennen. Nicht verschwiegen werden darf aber, dass andere Vereine ihre Mannschaftszahl aber auch deutlich steigern konnten: Dostlukspor in Batenbrock etwa von drei auf zwölf, oder der VfB Bottrop von 10 auf 18.

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