Gänsehaut und Pipi in den Augen

Umfrage zum Brezelfest

Das Schützen- und Brezelfest steht kurz bevor, die Spannung steigt und im Ortskern ist nicht zu übersehen, dass das große Fest nun endlich wieder bevorsteht. Wir wollten wissen, welche besonderen Erinnerungen die Kirchhellener mit dem Schützen- und Brezelfest verbinden, worauf sie sich beim kommenden Fest am meisten freuen und ob es nicht besser wäre, die Feier gleich jährlich zu veranstalten.

KIRCHHELLEN

von Frederike Schneider

, 04.09.2017, 13:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gänsehaut und Pipi in den Augen

So schön – wie hier der Umzug im Jahr 2014 – soll das Schützen- und Brezelfest auch in diesem Jahr werden. rn-foto (a) fehmer © Foto: Berthold Fehmer

Die schönste Erinnerung von Werner Dierichs, Präsident der Kirchhellener Schützen, liegt sechs Jahre zurück: „Da wurde ich zum Präsidenten ernannt“, erzählt er. Ein besonderer Moment für ihn. „Ich kann mich auch noch gut an das Fest 2002 erinnern, bei dem meine Frau Angela Königin wurde. Das war für unsere Familie ein echtes Highlight.“

Es war das Jahr, in dem Hubert Schulte und Lissi Gertz das Brezelkönigspaar wurden. Zusammen mit ihm und dem Schützenkönig Theo Jandewerth verabredete sich das Ehepaar Dierichs. „Und wir gehen noch heute mindestens einmal im Jahr etwas essen. Wir haben uns im Laufe der Jahre alle gut kennengelernt und tauschen bei den Treffen dann Erinnerungen aus“, erzählt Dierichs.

Immer ein Erlebnis

Auch Dieter Heidermann von der Freiwilligen Feuerwehr schätzt die Geselligkeit des großen Festes: „Das Schützen- und Brezelfest ist immer ein Gemeinschaftserlebnis. Da trifft man Bekannte wieder, die man drei Jahre nicht gesehen hat. Zum Beispiel auswärtige Kirchhellener.“ Bei der ganzen Freude vergisst Dieter Heidermann aber nicht, warum er mit seinen Kollegen vor Ort ist: „Wir von der Feuerwehr haben den beruflichen Aspekt natürlich immer im Hinterkopf und freuen uns, dass wir immer Leute finden, die auch nüchtern feiern und auf manche Annehmlichkeiten verzichten“, so der Ortswehrführer.

Brezeldirektor Heiner Schenke ist schon voller Vorfreude. „Ich freue mich, dass es endlich losgeht. Der Moment der Proklamation hat mich immer berührt. Da bekomme ich immer Gänsehaut und Pipi in den Augen“, wird er emotional. In diesem Jahr werde er erstmals von der Direktorwache begleitet. Ein Ereignis, auf das er sehr gespannt ist, wie er erzählt.

20 Jahre her

Dem Veranstalter des Feierabendmarktes und Goldschmied Steffen Dietz fällt nach ein wenig Bedenkzeit sein schönstes Erlebnis während des Schützen- und Brezelfestes ein. „Das war vor rund 20 Jahren. Ich schoss mit Nonno Hollender auf den Vogel. Er wurde König, ich nicht. Aber es war auch für mich eine wirklich schöne Erinnerung“, sagt er. Dietz schätzt die ausgelassene Stimmung, die bei jedem Fest herrscht. „Ob Jung oder Alt: Man trinkt ein Bier und ist einfach gesellig. Was wünscht man sich mehr?“

„Für mich persönlich war das Fest von 2008 sehr schön, weil Ulla Steinmann Schützenkönigin und Melanie Janinhoff Brezelkönigin wurden“, berichtet Bärbel Nothelle, Vorsitzende der Landfrauen Kirchhellen. „Sie sind beide Landfrauen und dadurch waren wir in diesem Jahr sehr gut vertreten und hatten viel Spaß“, ergänzt Nothelle und lacht.

Ob es bei so vielen schönen Erinnerungen nicht Sinn macht, das Fest regelmäßiger zu veranstalten? Nein, sind sich alle einig. „Da würde der Reiz des Festes verloren gehen. Es ist schon gut, dass es alle drei Jahre ist“, schließt sich Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder der Mehrheit an. Er selbst war von 2008 bis 2011 Schützenkönig. „Das zähle ich zu meinen schönsten Erlebnissen“, verrät er.

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