Gahlener Straße: Bau des Radweges verzögert sich noch weiter

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Der Bau des Radweges von Kirchhellen nach Gahlen wird sich aller Voraussicht nach noch weiter verzögern. Ein geplanter Pressetermin musste kurzfristig abgesagt werden.

Kirchhellen

, 01.07.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich wollte Oberbürgermeister Bernd Tischler gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder und dem Technischen Beigeordneten Klaus Müller am Donnerstag (2. Juli) darüber berichten, wie es um den Radweg an der Gahlener Straße steht.

„Nicht nur die Kirchhellener wird es freuen, dass in die Umsetzung des Radweges an der Gahlener Straße nun endlich Bewegung kommt“, schrieb Stadtsprecher Andreas Pläsken in der vergangenen Woche in einer Einladung an die Presse. Doch bereits am Freitag (26. Juni) musste er zurückrudern: „Leider kommt in die Umsetzung des Radweges an der Gahlener Straße doch noch nicht so viel Bewegung, dass wir den geplanten Presse- und Fototermin halten können.“

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Den Grund für die Absage erklärte Pläsken auf Anfrage der Redaktion so: „Wir warten immer noch auf die Vertragsunterschrift von Straßen.NRW und wollen keine Pläne vorstellen, bevor die Tinte nicht trocken ist.“ Denn es sei so, dass die Unterschrift nun einmal die Grundlage für alles Weitere darstelle.

Seit vielen Jahren ist der Radweg Thema in Kirchhellen. Es brauchte lange Zeit, um auf der Prioritätenliste des Regionalverbandes Ruhr (RVR) nach oben zu gelangen, dann mussten zähe Gespräche mit Grundstückseigentümern geführt werden, während auf Schermbecker Seite schon gebaut wurde. Im August 2019 verkündete Tiefbauamtsleiter Heribert Wilken dann endlich, dass der Bau kurz bevor stünde. Doch bereits damals hieß es: „Es steht noch die Genehmigung des Landesbetriebes Straßen.NRW aus.“

Zeitplan schon im April nicht mehr haltbar gewesen

Wilken rechnete damals damit, die Genehmigung im Herbst 2019 zu bekommen, ab November sollte dann gebaut werden, im Oktober 2020 sollte der Radweg nutzbar sein. Dass dieser Zeitplan nicht haltbar ist, war schon im April diesen Jahres klar. „Es fehlt noch die Unterschrift eines Behördenvertreters auf der Bauvereinbarung“, erklärte Heribert Wilken damals. Frühestens in einem Jahr könne der Weg fertiggestellt werden - wenn Straßen.NRW zügig unterzeichne.

Nun scheint auch diese Zeitprognose hinfällig. „Das ist natürlich schon ärgerlich und wir werden uns bemühen, Straßen.NRW weiterhin auf die Füße zu steigen“, erklärte Stadtsprecher Pläsken. Denn Ausschreibungen können, das hatte Tiefbauamtsleiter Wilken schon vor einigen Monaten betont, erst gestartet werden, wenn die Unterschrift da ist.

Zwei Monate dauert es dann, bis zur Vergabe der Aufträge. Weitere zehn Monate werden ab Baubeginn vergehen, bis der 1,7 Kilometer lange und rund zwei Millionen Euro teure Radweg von Kirchhellen nach Gahlen dann nutzbar sein wird.

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