Gemeinschaftsstraße soll Aufenthaltsqualität erhöhen

SPD-Vorschlag

Ein Stimmungsbild über die mögliche Umwidmung der Hauptstraße im Kirchhellener Ortskern zu einer Gemeinschaftsstraße wollte die SPD Kirchhellen-Mitte am Dienstagabend bei einer Diskussion im Brauhaus einholen. In der überschaubaren Runde sah man die Pläne allerdings eher kritisch.

Kirchhellen

von Von Anna Knopp

, 20.04.2016, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gemeinschaftsstraße soll Aufenthaltsqualität erhöhen

Oliver Altenhoff (r.) , stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins Kirchhellen-Mitte und Ratsherr, leitete den Diskussionsabend ein.

Die Besucher konnten das Thema unter anderem mit Rüder Lehr, dem Vorsitzenden des Bau- und Verkehrsausschusses der Stadt Bottrop, Christina Kleinheins, Leiterin des Stadtplanungsamtes Bottrop, sowie Monika Werwer, der Straßenverkehrsamtsleiterin, besprechen. „Früher wurde die Stelle bereits oft als mögliche Fußgängerzone diskutiert, aber es scheiterte immer wieder an der Umsetzung“, wusste Willi Stratmann, Vorsitzender des Ortsvereins SPD Kirchhellen-Mitte, zu berichten.

Mit der Gemeinschaftsstraße würde die SPD vor allem die Aufenthaltsqualität steigern wollen. Dabei soll komplett auf Verkehrszeichen, Ampeln und Fahrbahnmarkierungen verzichtet werden. Zudem nehmen alle Verkehrsteilnehmer eine gleichberechtigte Stellung ein. Ein weiterer Punkt, der von der SPD vorgeschlagen wird, wären weniger Parkplätze, stattdessen mehr Bänke. „Durch eine Gemeinschaftsstraße würde automatisch weniger Durchfahrtsverkehr auf der Hauptstraße herrschen, da die Veränderungen des Raums durch eine erkennbar attraktivere Gestaltung mehr Aufenthalt ausstrahlen könnte“, erklärte Monika Werwer, Leiterin des Straßenverkehrsamtes. Als positives Beispiel wurde unter anderem der Theaterplatz in Duisburg genannt.

Die anwesenden Bürger standen dem Vorhaben am Dienstagabend allerdings eher kritisch gegenüber. Vor allem das Thema Geschwindigkeit sei ein großes Problem, da sich die wenigsten an die Begrenzung hielten. Dies sei eine wichtigere Baustelle. Eine für alle Parteien zufriedenstellende Lösung konnte noch nicht gefunden werden, aber das letzte Wörtchen ist sicher noch nicht gesprochen.

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