Gerd Jentzsch übergibt den Taktstock des Orchesters

Blasmusik Kirchhellen

Zum letzten Mal hat Gerd Jentzsch am Sonntag ein Konzert der Blasmusik Kirchhellen geleitet. Das war aber nicht der einzige Grund, warum das Kirchenkonzert ein besonderes war.

von Jonas Käsch

Kirchhellen

, 20.11.2017, 17:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein stimmungsvolles Konzert hat die Kirchhellener Blasmusik am Sonntag in der Kirche gezeigt. Foto: Käsch

Ein stimmungsvolles Konzert hat die Kirchhellener Blasmusik am Sonntag in der Kirche gezeigt. Foto: Käsch

Bereits zum neunten Mal hatte die Kirchhellener Blasmusik am Sonntag zu einem Konzert am Volkstrauertag in die St.-Johannes-der-Täufer -Kirche in Kirchhellen eingeladen. Und es war ein besonderes Konzert. Nicht nur wegen des Themas „Aus der neuen Welt“. Sondern auch, weil Dirigent Gerd Jentzsch das Blasorchester zum letzten Mal leitete. Er übergab am Ende den Taktstock an Uwe Krause, der bereits das Orchester in Bottrop leitet.

Bevor es dazu kam, erzählten die Musiker in dem Konzert aber erst mal die Geschichte Amerikas von der Entdeckung durch Christoph Kolumbus bis zu den 60er-Jahren musikalisch.

Konzert zur Ehre Gottes



Die einleitenden Worte des Pastors lenkten den Fokus auf die Tatsache, dass es gerade an solch einem Tag wichtig sei, Gott zu loben. „Wo Menschen sich selber zu Gott machen, wird Krieg und Terror sein“, und so sollte neben dem Motto der USA auch der Untertitel des Abends „Konzert zur Ehre Gottes“ nicht zu kurz kommen.

Die Kirchhellener Blasmusiker, die in der letzten Zeit schon auf dem Schützen- und dem Brezelfest für Begeisterung sorgten, überzeugten auch Sonntagabend die Zuschauer. Die Lieder erfüllten die ganze Kirche. Bei Stücken wie „Il signore è con te“ kam dabei fast schon weihnachtliche Stimmung auf.

Publikum spendet viel Applaus

Unterstützt wurden die Bläser vom Effata Chor aus Grafenwald, der vor allem mit großer Vielfalt von ruhigen Tönen etwa des weltbekannten Stücks „The Rose“ von Amanda McBroom bis hin zum souligen Gospel-Flair von etwa „Love shine a light“ begeisterte.

Gerade diese lauteren Töne ließen den Applaus des Publikums sehr schnell vom braven zum wirklich begeisterten Applaus mit Jubelrufen und freudigem Mitschwingen schon während der Lieder werden.

Dem Thema kamen die Blasmusiker zweifelsohne gerecht, gerade der Ragtime auf einem Euphonium brachte die amerikanischen Klänge des frühen 20. Jahrhunderts vollends zum Tragen und entführten die Zuschauer in eine andere Welt –aus der die Musik des Abends ja kam.

Viele Überraschungen im Programm zur „Neuen Welt“



Auch das Blasorchester kam dann im Laufe des Abends ab vom Braven – zum Glück! Denn Stücke mit flottem Rhythmus und vielen Überraschungen wie etwa „The New Village“ oder „Fanfare and Rock“ sorgten für echte Höhepunkte des Abends. Fazit des Leiters und Dirigenten Gerd Jentzsch: „Sie merken, es wird heute ein bisschen anders.“

Zum Schluss wurde dann ein gemeinsames Lied der Kirchhellener Blasmusiker und des Effata Chors präsentiert: „Adiemus“ von Karl Jenkins. Das wirklich phänomenale Zusammenspiel der Blasinstrumente und den klangvollen Stimmen des Effata Chors bildete einen tollen Abschluss des Konzerts – und damit auch ein toller Abschluss für Gerd Jentzsch als Orchesterleiter.

Erstes Lies vom neuen Dirigenten

Seit 2015 leitete er die Kirchhellener Blasmusik in musikalischer Funktion und übergibt dieses Amt nun an Uwe Krause. Das am Sonntag stattgefundene Konzert war das letzte von Gerd Jentzsch als Dirigent und somit galt ihm im Nachwort besondere Ehre und Dankbarkeit. Anschließend fand die symbolische Taktstockübergabe statt und Uwe Krause durfte schon einmal das Abschlusslied, die Zugabe quasi, „Großer Gott wir loben dich“ dirigieren, bei dem das Orchester nicht nur vom Effata Chor, sondern vom gesamten Publikum in der Kirche tatkräftig unterstützt wurde.

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