Umbau: Golfclub wappnet sich gegen Konkurrenz

rnGolfplatz Schwarze Heide

Der Golfclub Schwarze Heide möchte mehr junge Menschen zum Golfspielen animieren. Dafür baut er nicht nur um, sondern arbeitet auch am Ruf des Sports.

Kirchhellen

, 26.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In rund sechs Wochen beginnt auf dem Golfplatz Schwarze Heide die Saison. Die Winterpause nutzt der Club, um sich gegen die Konkurrenz zu wappnen. Er baut um, baut neu, will attraktiver vor allem für junge Menschen werden.

„Der Markt ist ziemlich gesättigt, daher müssen wir immer gucken, dass wir konkurrenzfähig bleiben“, sagt Clubmanagerin Anja Drews. Das ist der Grund, warum der Kirchhellener Golfclub an der Gahlener Straße jetzt vor allem das jüngere Publikum in den Fokus nimmt. Ihnen soll etwas geboten und der Einstieg in den Golfsport attraktiver gemacht werden.

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Seit Anfang Februar wird also am Golfplatz gewerkelt. Als erste Amtshandlung wurden die sechs Abschlaghütten „aufgehübscht“, wie Anja Drews es ausdrückt. Sie haben Spiegel an den Seiten erhalten, in denen man seine Haltung beim Abschlag kontrollieren kann. Außerdem gab es einen neuen Bodenbelag sowie eine neue Verkleidung.

Neubau Abschlaghütten Golfplatz Schwarze Heide

Die zwei neuen Abschlaghütten sind für den Golf-Unterricht reserviert. Sie sollen Ende April fertig sein. © Manuela Hollstegge

Noch im Rohbau befinden sich zweite weitere, neue Abschlaghütten. Diese sollen, wenn alles glatt läuft, am 30. April zum Ryder Cup fertig sein und werden mit Rolltor sowie einem extra Raum für den Ballautomaten ausgestattet sein.

Als einen „klaren Wettbewerbsvorteil“ bewertet Drews den Kurzlochplatz des Golfclubs. „Viele andere Plätze haben nur den normalen 18-Loch-Platz“, sagt sie. Der Kurzlochplatz sei jedoch für Anfänger sehr interessant, denn hier könnten sie nicht nur Schläge üben, sondern schon richtig spielen. Im Zuge der Umbauarbeiten erhält der Platz neue Hindernisse wie zum Beispiel einen Sandbunker und auch die Grüns werden an die des großen Platzes angepasst. Abschlagtafeln an jedem der insgesamt sechs Löcher sollen Informationen über Länge und Hindernisse der Bahn geben.

Kooperation mit anderen Plätzen

Drews hofft, den Einstieg durch den aufgewerteten Kurzlochplatz für neue Mitglieder noch attraktiver machen zu können. „Das Freizeitverhalten hat sich geändert. Die Menschen haben immer weniger Zeit, ihre Tage sind immer mehr durchgetaktet und kaum einer verbringt noch einen ganzen Tag auf dem Platz“, sagt sie. Gerade den jungen, flexiblen Spielern möchte der Golfclub Schwarze Heide mit der Kooperation „Golf hoch zehn“ entgegenkommen. Dadurch können Clubmitglieder bei den an der Kooperation beteiligten anderen Golfclubs umsonst spielen.

Abschlaghütten Golfplatz Schwarze Heide

Die sechs Abschlaghütten des Golfplatzes wurden aufgehübscht. © Manuela Hollstegge

Aktuell hat der Club 871 Mitglieder. Damit es mehr werden, gibt es eine neue Beitragsordnung mit vergünstigten Beiträgen für Jugendmitglieder und Berufseinsteiger. Wer Interesse hat, das Golfspielen einmal auszuprobieren, kann im zweistündigen Kurs „Play golf have fun“ für 19 Euro einen Einblick in den Sport bekommen.

„Wir sind ganz normale Menschen“

Anja Drews weiß, dass dem Golfsport immer noch etwas Elitäres anhaftet. „Viele haben Berührungsängste, dabei haben wir hier schon lange keine karierten Hosen mehr an. Wir sind ganz normale Menschen“, sagt die Clubmanagerin. Um das nach außen hin zu zeigen, möchte sich der Golfclub auf einem der nächsten Feierabendmärkte auf dem Johann-Breuker-Platz präsentieren. „Golf ist so ein schöner Sport. Man ist immer an der frischen Luft, bleibt fit und das bis ins hohe Alter“, schwärmt Drews. Auch Kinder ab dem Grundschulalter sind im Golfclub willkommen - für sie gibt es eine extra Minigruppe.

Damit der Platz bespielbar ist, sind die sechs Platzpfleger täglich im Einsatz. Seit einiger Zeit hat sich auch ein Imker auf der Anlage angesiedelt. Der Honig seiner Bienen wird im Golfclub verkauft. „Nachhaltigkeit ist uns wichtig. Wenn ein Baum gefällt werden muss, gibt es immer eine Ersatzpflanzung“, sagt Anja Drews.

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