Hallenbadbesuch trotz Corona: Schwimmer müssen sich online anmelden

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Ob im Hallenbad Kirchhellen ab 30. Mai wieder geschwommen werden darf, hängt von der Kreativität der städtischen Informationstechnik ab. Denn es gilt vorerst: „Baden nur nach Voranmeldung“.

Kirchhellen

, 20.05.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bottroper Sport- und Bäderbetrieb plant nach Absprache mit der Stadtverwaltung, alle Hallenbäder und das Stenkhoff-Freibad ab dem 30. Mai wieder zu öffnen. Der Besuch der Schwimmbäder ist jedoch nur unter strengen Auflagen möglich und mit einer begrenzten Anzahl von Personen erlaubt. Darüber hinaus soll der Aufenthalt in den Bädern zeitlich begrenzt werden.

Im Kirchhellener Hallenbad werden gleichzeitig nicht mehr als 17 Badegäste ihre Bahnen schwimmen dürfen. Im Hallenbad Stadtmitte an der Parkstraße werden es 27, im Hallenbad Welheim 21 Badegäste sein.

Schwimmen nur noch vorheriger Online-Anmeldung

Damit die Abstands- und Hygieneregelungen der Coronaschutzverordnung eingehalten werden, hat der Sport- und Bäderbetrieb gemeinsam mit Fachdienststellen der Stadt ein Öffnungskonzept erarbeitet. Dieses Konzept will sich Betriebsleiter Jürgen Heidtmann vor seiner Realisierung „absegnen“ lassen, um ganz sicher zu gehen, dass vor allem im äußerst sensiblen Bereich der Hallenbäder wirklich alles getan wird, um die Infektionsgefahr so gering wie möglich zu halten.

Um Warteschlangen und Gedränge an den Eingängen zu vermeiden, sollen Badegäste vor ihrem Besuch online ein Ticket für das jeweilige Schwimmbad buchen. Für die Buchungen und Bezahlvorgänge wird gerade ein Webportal entwickelt, das auf der Website der Stadt Bottrop zu finden sein wird. Nur mit einem gebuchten Ticket kann der Einlass gewährt werden. Damit will Jürgen Heidtmann Warteschlangen am Einlass verhindern. „Da wäre es schwierig, die Einhaltung der Abstandsregeln zu garantieren“, sorgt er sich. Womöglich könnten bei Schlangenbildung auch die Anstandsregeln in Gefahr geraten und Streit unter den Badegästen aufflammen.

Wasserfläche bestimmt die erlaubten Besucherzahlen

Besitzer von Mehrfach- und Dauerkarten werden diese während der Übergangszeit wohl nicht benutzen können. Für die städtischen Bäder sei ohnehin in absehbarer Zeit die Einführung eines komplett neuen Kassensystems geplant.

Die Beschränkung der Besucherzahlen orientiert sich an der Wasserfläche des jeweiligen Bades. Zwar greife Chlor die Fetthülle des Virus‘ an, erklärt Jürgen Heidtmann, aber: „Wenn zwei Schwimmer sich mit 50 Zentimeter Abstand begegnen, hilft auch das Chlor nicht.“ Deshalb müsse die Zahl der Schwimmer stark begrenzt werden. Und in den Umkleidebereichen seien die Verhältnisse ja nochmal deutlich enger als im Bad, das müsse man im Hygienekonzept mit bedenken.

Wegen seiner großen Liegeflächen darf das Stenkhoffbad 250 Badegäste aufnehmen. Um so vielen Personen wie möglich den Zutritt zu gewähren, können Badegäste im Zweistundentakt die Schwimmbäder besuchen.

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