Hüppe ab Januar nicht mehr Sprecher der Flüchtlingshilfe

Wechsel in Koordinationsteam

Danke sagen: Darum ging es Dienstagabend bei der Versammlung der Kirchhellener Flüchtlingshelfer. Wie sich im Laufe des Abends herausstellte, stehen allerdings auch zwei Abschiede an.

KIRCHHELLEN

, 11.10.2017 / Lesedauer: 3 min
Hüppe ab Januar nicht mehr Sprecher der Flüchtlingshilfe

Zu einem Abend, um danke zu sagen, hatte die Flüchtlingshilfe für Dienstagabend ins Brauhaus geladen. Mit dabei waren neben Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder, Marion Arlt-Elosua vom Koordinierungsteam, Bezirksverwaltungsstellenleiter Magnus Thesing, Rebecca Steinert vom Sozialamt der Stadt Bottrop, sowie Ferdinand Schmitz, Marion Enbergs und Werner Hüppe aus dem Koordinationsteam.

Das Koordinationsteam der Kirchhellener Flüchtlingshilfe steht vor einer großen Veränderung. Wie am Dienstagabend bekannt wurde, werden sich sowohl Sprecher Werner Hüppe als auch Marion Enbergs ab Januar aus der Leitung zurückziehen. Nach zwei Jahren mit viel Arbeit wollen die beiden anderen engagierten Flüchtlingshelfern Platz im Leitungsteam machen.

Wertschätzung

Wem genau? Das steht noch nicht fest und konnte auch beim Dankeschönabend im Brauhaus am Ring am Dienstagabend nicht geklärt werden. Da stand nämlich etwas anderes im Vordergrund: Die Wertschätzung der Arbeit, die die rund 120 ehrenamtlichen Helfer in den vergangenen zwei Jahren geleistet haben.

„Wir wollen heute einfach mal wieder ‚Danke‘ sagen“, erklärte Marion Arlt-Elosua, die dem Leitungsteam zusammen mit Ferdinand Schmitz erhalten bleiben wird.

Darüber hinaus nutzte das Koordinierungsteam die Gelegenheit, die ein oder andere Neuigkeit zu verkünden.

Ein Überblick

  • Das Café Vielfalt wird es weiterhin geben. Allerdings nicht mehr wöchentlich, sondern am ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr im Pfarrheim St. Johannes, An St. Johannes 7. Zusätzlich soll es dort am zweiten Donnerstag im Monat von 16 bis 17 Uhr eine Sprechstunde geben. Am heutigen Donnerstag startet das Probeangebot.  
  • Die Welcome-Gruppe, auch das wurde gestern bekannt, wird es über das Jahr 2017 hinaus geben. Für ein weiteres Jahr ist somit die regelmäßige Betreuung von Flüchtlingskindern sicher. Die Trägerschaft dazu hat die evangelische Gemeinde in Kirchhellen inne.  
  • Rebecca Steinert vom Sozialamt der Stadt Bottrop informierte die Ehrenamtlichen über die Zuweisungen, die dieses Jahr noch zu erwarten sind. Ab Mitte November, so sagte sie, werden in der gesamten Stadt Bottrop 10 bis 13 Flüchtlinge pro Woche erwartet, von denen auch welche in den Flüchtlingsunterkünften in Kirchhellen untergebracht werden. Das seien aber alles Menschen mit Bleiberecht, die Arbeitslosengeld 2 beziehen und sich auch selbstständig eine Wohnung suchen dürfen. Nur: „Es ist sehr schwer, passende Wohnungen zu finden“, so Rebecca Steinert.  
  • Nicht sicher ist, wie es mit dem Jugend-Kloster als Flüchtlingsunterkunft weitergeht. Bisher wohnen dort noch zwei Familien. Nach Einschätzung von Werner Hüppe läuft es aber wahrscheinlich darauf hinaus, dass der Stadtort im nächsten Jahr nicht mehr bestückt wird.  
  • In den anderen beiden Unterkünften, so Rebecca Steinert, „gibt es im Moment gar nicht so viele freie Plätze.“ Auf der Bredde stehen zwei Holzhäuser frei. Die Container in Feldhausen sind gut besetzt. Übrigens: Für die Betreibung dieser Container gibt es einen Vertrag, der insgesamt fünf Jahre läuft.  
  • Gute Nachrichten gab es vom Verein für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen. Dieser wird jedem Flüchtlingskind zu Weihnachten eine Tüte mit Geschenken sponsern. Was hinein kommt, soll mit den Eltern abgesprochen werden.
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