Hunde kamen mit dem Hubschrauber

Übung der Bundespolizei

Rund um den geschlossenen Movie Park fand am Donnerstag eine große Übung der Bundespolizei statt. Im Mittelpunkt standen dabei 14 Diensthunde und ein Hubschrauber.

Feldhausen

, 15.09.2016, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir wollen die Tiere an das Fliegen mit einem Hubschrauber sowie an die Geräusche gewöhnen“, erklärte Volker Stall von der Bundespolizeiinspektion Dortmund. Zu solchen Einsätzen käme es beispielsweise bei Castor-Transporten oder beim G7-Gipfel. Dabei waren hauptsächlich Polizisten der Inspektion Dortmund, aber auch Kollegen aus Kleve, Münster und Aachen.

Geübt wurde zunächst das Ein- und Aussteigen aus sowie das Fliegen mit dem Hubschrauber. „Die Hunde sind heute extrem angespannt. Einige von ihnen sind noch nicht mit der Ausbildung zum Schutzhund fertig, da ist klar, dass noch nicht alles klappt“, erklärte Heinz-Peter Gerding, Diensthundelehrwart der Direktion Sankt Augustin.

Randalierende Gruppe

Mit einem Alter zwischen 12 und 15 Monaten, maximal aber drei Jahren, werden die Tiere eingekauft. Dabei müssen die Tiere nicht nur gesund sein, sondern auch umweltsicher und ein gutes Sozialverhalten zeigen. Nach einer Probezeit von vier Wochen und einer Vorausbildung geht es zum Grundlehrgang in eine Diensthundeschule. Erst danach sind die Tiere einsatzfähig. „In Zukunft sollen 80 Prozent der Schutzhunde auch zu Sprengstoffspürhunden ausgebildet werden“, so Gerding. Einsatzfähig ist ein Diensthund im Schnitt rund zehn Jahre. In dieser Zeit wohnt er bei seinem Herrchen.

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So übte die Bundespolizei

Die Bundespolizei übte am Donnerstag am Movie Park mit einem Hubschrauber und 14 Diensthunden den Ernstfall.
15.09.2016
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Der Hubschrauber nahm Kurs auf den Parkplatz am Movie Park.© Foto: Manuela Hollstegge
Geübt wurde zunächst das Ein- und Aussteigen aus dem Hubschrauber.© Foto: Manuela Hollstegge
An Bord befanden sich Diensthunde der Bundespolizei.© Foto: Manuela Hollstegge
Geschlossen ging es Richtung Autos. Jeder Hund wohnt bei seinem Herrchen, ist bestenfalls in seine Familie integriert.© Foto: Manuela Hollstegge
Geschlossen ging es Richtung Autos.© Foto: Manuela Hollstegge
Hund und Polizist haben oft eine enge Bindung.© Foto: Manuela Hollstegge
Hund und Polizist haben oft eine enge Bindung.© Foto: Manuela Hollstegge
Die erste Übung fand auf dem hinteren Parkplatz des Movie Parks statt.© Foto: Manuela Hollstegge
Direkt nach der Landung verließen Hundeführer und Hunde den Hubschrauber.© Foto: Manuela Hollstegge
Die restlichen Bundespolizisten imitierten eine resistente Störergruppe - beispielsweise Demonstranten oder Hooligans.© Foto: Manuela Hollstegge
In geschlossener Reihe ging die Hundestaffel auf die Gruppe zu.© Foto: Manuela Hollstegge
Angegriffen wird erst, wenn die "Störer" auf mehrmalige Aufforderung, das Gebiet zu verlassen, nicht reagieren.© Foto: Manuela Hollstegge
Zunächst wurden die "Störer" mit Beißkorb attackiert.© Foto: Manuela Hollstegge
© Foto: Manuela Hollstegge
Zeigen sich die "Störer" renitent, erfolgt auf Befehl des Gruppenführers die Abnahme des Beißkorbes.© Foto: Manuela Hollstegge
Gebissen werden nur Personen in Bewegung.© Foto: Manuela Hollstegge
Erst, wenn gar nichts mehr hilft, wird der Beißkorb abgenommen.© Foto: Manuela Hollstegge
Oft reicht schon der Angriff mit Beißkorb aus, um die "Störer" abzuschrecken.© Foto: Manuela Hollstegge
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Nach der ersten kurzen Übung, die alle Hunde zur Zufriedenheit ihrer Ausbilder meisterten, ging es vom Wiesenparkplatz am Lohbraucksweg zum Parkplatz an der Achterbahn „MP Express“. Dort bildeten die Bundespolizisten eine sogenannte „Störergruppe“, randalierten, warfen mit Gegenständen und Böllern. Die Diensthunde, größtenteils belgische Schäferhunde, wurden mit dem Hubschrauber eingeflogen. Heinz-Peter-Gerding forderte die „Störer“ auf, das Gelände zu verlassen, und drohte den Einsatz der Hunde an.

Beißkorb schreckt ab

„Ohne diese Ankündigung dürfen wir nichts unternehmen“, erklärte er. Und erst, wenn sich die „Störer“ davon nicht beeindrucken lassen, erfolgt der Befehl zum Abnehmen des Beißkorbes. „Das passiert nicht sehr oft, denn oft schrecken schon die Stöße mit dem Beißkorb ab“, so Gerding, der sich beim Movie Park für die gute Zusammenarbeit bedankte. Bleibt eine verfolgte Person stehen, darf der Hund nicht mehr beißen. Auch, wenn der Täter gestellt ist, muss er sofort von ihm ablassen. Im Anschluss an diese Übung hatten die Hunde trotz heißer Temperaturen noch keinen Feierabend: Sie mussten noch zwei bewaffnete Straftäter stellen, von denen einer auf die Wiese, der andere aber in ein Gebäude flüchtete.  

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