Ideen der Kirchhellener für ihren Dorfkern sollen bis 2020 umgesetzt werden

Stadtentwicklung

Kirchhellen ist ein lebenswerter Stadtteil - da sind sich Bürger und Politik einig. Die Verantwortlichen der Stadt wollen nun dafür sorgen, dass es im Dorf noch schöner wird.

Kirchhellen

, 14.01.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dorothee Lauter will in Kirchhellen viel verbessern in den kommenden zwei Jahren.

Dorothee Lauter will in Kirchhellen viel verbessern in den kommenden zwei Jahren. © Johanna Wiening

Dorothee Lauter, stellvertretende Leiterin der Koordinierungsstelle Integrierte Stadtentwicklung in Bottrop, und ihre Kollegen wollen in diesem und im kommenden Jahr einiges im Dorf bewegen: „Für uns hat Kirchhellen gemeinsam mit Fuhlenbrock und Batenbrock momentan Priorität!“

Zukunftsstadt 2030+ war der Startschuss

Begonnen hat der Prozess der Stadtentwickung mit dem Projekt „Zukunftsstadt 2030+“, an dem die Stadt Bottrop teilgenommen hat. Dabei ging es für die teilnehmenden Städte darum, in drei Stufen ein Zukunftskonzept für ihre Stadt zu erstellen. In den Bottroper Plänen spielte Kirchhellen eine zentrale Rolle.

Gemeinsam mit den Bürgern machte sich Dorothee Lauter Gedanken: Was fehlt noch in Kirchhellen? Was muss dringend verbessert werden? Gemeinsam arbeiteten sie einige Punkte im Dorf heraus, an denen Verbesserungsbedarf besteht.

Als Zukunftsstadt ausgewählt wurde Bottrop nicht. Zu groß war vor allem auch die regionale Konkurrenz, berichtet Dorothee Lauter: „Es waren insgesamt viele gute Städte dabei. Außerdem kam dazu, dass mit Oberhausen, Gelsenkirchen, dem Kreis Recklinghausen und Bottrop sich vier Städte aus der Region beworben haben. Da war klar, dass nur eine davon den Zuschlag bekommen kann.“

Am Ende entschieden sich die Verantwortlichen für Gelsenkirchen; Bottrop ging leer aus. Doch trotz des Ausscheidens will die Stadt die gerade gefassten Pläne nicht direkt wieder begraben. „Wir wollen trotzdem die Ideen der Kirchhellener umsetzen. Das soll in diesem und im kommenden Jahr in Angriff genommen werden.“

Johann-Breuker-Platz im Mittelpunkt der Planungen

Möglichst schnell will sich Dorothee Lauter um den Johann-Breuker-Platz und die Hauptstraße kümmern. In erster Linie soll es dort nicht um große bauliche Veränderungen gehen, erklärt Dorothee Lauter: „Es ist schnell klar geworden, dass den Bürgern insbesondere soziale Veränderungen wichtig sind. Der Johann-Breuker-Platz soll belebt werden durch verschiedene Aktionen und Workshops.“

Aber auch einige bauliche Veränderungen sollen im Stadtkern realisiert werden. Der Anfang dazu war die Umgestaltung der Hauptstraße zur Einabhnstraße, berichtet Lauter: „Viele Kirchhellener haben sich gewünscht, dass im Stadtkern weniger Verkehr ist. Auch wenn das jetzt nur eine kleine Veränderung ist: Es ist ein Anfang.“

Feste und temporäre Sitzgelegenheiten sollen kommen

Und auch über neue Sitzgelegenheiten machen sich die Verantwortlichen Gedanken. Sowohl feste Bänke als auch temporäre Sitzgelegenheiten sind in der Planung. „Wir müssen gucken, wie das realisierbar ist, aber es wäre schön, wenn man im Sommer Stühle rausstellen könnte. In Verbindung damit könnten auch Leseprojekte an den Start gehen.“

Doch nicht nur der Johann-Breuker-Platz soll in den kommenden zwei Jahren Schauplatz von Veränderungen werden. Auch in den restlichen Teilen des Dorfs wollen die Städteplaner besonders mit Grünanlagen und Spielplatzgestaltung für Verbesserungen sorgen.

Um solche Projekte durchführen zu können, benötigt die Stadt jedoch Geld. „Wir sind in Gesprächen mit der Bezirksvertretung und der Heimatförderung NRW. Wenn wir da Zuschüsse bekommen sollten, wäre es natürlich einfacher, Ideen umzusetzen. Aber selbst wenn wir die nicht bekommen sollten, ist das ein oder andere dennoch möglich“, erzählt die Bottroperin.

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