Jahrgangswald Kirchhellen: Bäume wurden ohne Viertklässler gepflanzt

rnWaldpädagogisches Zentrum

Die Pflanzaktionen des Waldpädagogischen Zentrums gehören eigentlich fest zum Bottroper Schulleben. In diesem Jahr ist jedoch alles anders. Aber es gibt auch positive Nachrichten vom WPZ.

Kirchhellen

, 09.05.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Jahrgangswald-Aktion des Waldpädagogischen Zentrums (WPZ) in Kirchhellen ist nicht mehr aus dem Bottroper Schulleben wegzudenken. In der ersten Klasse pflanzen die i-Dötzchen einen winzigen Baum ein und nach vier Jahren kommt das gewachsene Pflänzchen in den Jahrgangswald gegenüber dem Flugplatz Schwarze Heide. Doch in diesem Jahr ist alles anders.

Das Coronavirus sorgte dafür, dass sowohl die Ein- als auch die Auspflanzaktion abgesagt werden mussten. „Aber keine Sorge - Familie Herber und einige Helfer haben die Bäume trotzdem in den Jahrgangswald gepflanzt und sie gewässert“, sagt Peter Pawliczek, Vorsitzender des WPZ.

Trostmappe für Viertklässler

Als Trost für die Kinder, die nun nicht dabei sein konnten, erhalten diese eine dicke Info-Mappe samt Foto von ihrem Baum, einer Urkunde sowie einem Dankes-Brief. Doch der Dank des WPZ geht auch an alle ehrenamtlichen Helfer und Sponsoren - insbesondere an die Studienstiftung Grasedieck, die das WPZ sowie die Hochschule und das Berufskolleg unterstützt.

Die Pflanzaktion der Erstklässler wird im Gegensatz zur Jahrgangswald-Aktion stattfinden - und zwar in den ersten beiden Dezember-Wochen. „Dann sind die Erst- zwar Zweitklässler, aber das ist ja eigentlich egal“, so Pawliczek. Etwas traurig ist er darüber, dass auch das für Juni geplante Frühlingsfest samt Gottesdienst am WPZ ausfallen muss. Denn dort sollte eigentlich auch das 25-jährige Bestehen des Zentrums gefeiert werden.

Andrea Milz zu Besuch im WPZ

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes NRW, besuchte im vergangenen Jahr das Waldpädagogische Zentreum und ließ sich von Peter Pawliczek (l.) herumführen. © Manuela Hollstegge

„Wir hoffen jetzt, dass wir ein Herbstfest draus machen können, wollen da aber erst einmal abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Gleiches gilt für unseren Weihnachtsmarkt“, erklärt Pawliczek. Doch er hat auch etwas Positives zu berichten: Wildschwein Paula, das am WPZ lebt, hat kürzlich acht Frischlinge geworfen und auch ein Mufflonbaby wurde geboren - ein zweites ist unterwegs.

Seit Montag (4. Mai) dürfen auch die Mitarbeiter vom Jobcenter wieder ihrer Arbeit am WPZ nachgehen und sich um die Tiere dort kümmern. „Natürlich unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen. Ohne sie war das alles nicht so einfach“, so Peter Pawliczek. Aktuell sind die Tore zum WPZ noch geschlossen, Besucher müssen draußen bleiben. Die ruhige Zeit wurde jedoch bereits genutzt: Glasvitrinen für Präparate wurden gefertigt, eine Wildblumenwiese gepflanzt und Kräuterfee Maria hat gemeinsam mit einem Helfer den Kräutergarten gepflegt. „Ansonsten gehen wir auf Nummer sicher und halten uns strikt an die aktuellen Regeln.“

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