Jugend-Kloster unterstützt Eltern und bietet sechs Wochen Programm

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Das Jugend-Kloster Kirchhellen hat umgeplant und bietet unter dem Titel „What to do when sommer comes?“ sechs Wochen Programm an.

Kirchhellen

, 10.07.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hatte das Team des Jugend-Klosters Kirchhellen andere Pläne für die Sommerferien. Auf dem Plan standen das beliebte Kulturcamp und der Ferienspaß „Koffer über Bord“. Doch dann kam Corona und schnell wurde klar, dass die Aktionen so nicht umzusetzen sind. Klar war aber auch, dass Eltern jetzt erst recht dringend Unterstützung bei der Kinderbetreuung in den Sommerferien brauchten. Also bastelte das Team an einer Alternative.

Diese Alternative heißt „What to do when sommer comes?“ und findet regen Zuspruch. „Wir bieten in allen sechs Wochen Programm, und in jeder Woche sind mindestens 20 Kinder angemeldet“, erzählt die pädagogische Mitarbeiterin des Klosters, Michaela Huwe, am Donnerstag (9. Juli). In der aktuellen Woche nehmen sogar 26 Kinder zwischen acht und 15 Jahren teil. Betreut werden sie von zehn Teamern. Montags, dienstags, donnerstags und freitags wird von 9 bis 17 Uhr gespielt und gemeinsam gegessen. Eltern konnten sich entscheiden, ob sie eine oder zwei Wochen buchen.

Mehr als 27 Kinder pro Woche dürfen es jedoch nicht sein. „Da liegt die Grenze, damit wir unser Hygienekonzept noch ordentlich durchführen können“, erklärt Huwe. Das sieht vor, dass es kleine Bezugsgruppen gibt, die gemeinsam spielen und essen können. Im den Räumen gibt es Tischgruppen und klar festgelegte Laufwege. Auch Masken sollen getragen werden. „Jede Woche begleitet uns unser Maskottchen Hubertus. Der ist ein Wissenschaftler-Alien, das die Erde erforscht und den Kindern das Coronavirus erklärt“, so Huwe.

Sommerferien am Jugend-Kloster Kirchhellen.

Die Kinder können sich an verschiedenen Stationen austoben oder einfach frei spielen. © Manuela Hollstegge

Im Hof des Klosters helfen Verkehrsschilder (Einbahnstraße, Achtung Menschen, Durchfahrt verboten) dabei, die Regeln zu verinnerlichen. Dank der Sponsoren (Sparkasse, Vereinte Volksbank, Philipp Neri und Ernst-Löchelt-Stiftung) mangelt es nicht an Masken, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel. Die meiste Zeit des Ferienprogrammes verbringen die Kinder und ihre Betreuer draußen. Am Donnerstag konnten die einzelnen Gruppen verschiedene Stationen absolvieren. Eine Gruppe übte gerade das Slalomlaufen mit einem Fußball und baute danach Häuser aus Holzstücken. Sie sind mit Feuereifer bei der Sache und auf die Frage, wie es ihnen denn gefällt, kommt nur ein kurzes: „Alles ist gut und das Essen ist auch lecker.“

Kinder wollen einfach spielen

„Die Kinder brauchen nach der langen Zeit der Isolation, wo man nicht viel machen konnte, gar nicht viel Programm. Sie sind froh, wenn sie einfach draußen sein und mit anderen Kindern zusammen sein können. In dieser Gruppe wird zum Beispiel ganz viel mit dem großen Schach im Innenhof gespielt“, erzählt Michaela Huwe. Jeden Freitag gibt es einen besonderen Programmpunkt. In der vergangenen Woche war das eine Talentshow, in dieser Woche wird „Wetten, dass..?“ nachgespielt - inklusive Kloster-Wette.

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