Jugendliche erleben eine spannende Zeit im Kloster

Freweilliges Soziales Jahr

"Es wurde Zeit, der Kirche wieder einmal näher zu kommen", sagt Lena Frerix. Die 20-Jährige aus Alsdorf ist eine von vier Jugendlichen, die zurzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Jugend-Kloster Kirchhellen absolviert. Zu tun gibt es für die FSJler im Kloster immer genug.

KIRCHHELLEN

, 19.03.2015, 16:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Büro bereiten Lena, Anna-Lisa und Konstantin (v.l.) die kommenden Veranstaltungen des Jugendklosters vor.

Im Büro bereiten Lena, Anna-Lisa und Konstantin (v.l.) die kommenden Veranstaltungen des Jugendklosters vor.

Anna-Lisa Wieweg (18) aus Neubeckum begründet ihren Einsatz so: „Für mich soll das Freiwillige Soziale Jahr eine Orientierungshilfe für mein weiteres Leben sein.“ Konstantin Schäfers (18) aus Hohenholte sagt: „Ich war zuvor schon Messdiener, hatte mit der Kirche zu tun und habe mich nach dem Abi für ein Jahr im Kloster entschieden, weil mir die Idee gefallen hat.“ Mit ihnen wohnt zurzeit Sophia Bröker (19) aus Rhede im Kloster.

Die Idee ist, in einer klösterlichen Gemeinschaft zu leben und die Chancen und Grenzen dieser Lebensform kennenzulernen. Kloster auf Zeit ist eine Gelegenheit, sich in eine christliche Gemeinschaft zu integrieren und gleichzeitig in der Jugendarbeit tätig zu sein.

Tag beginnt um 8 Uhr

Die vier FSJler wohnen im Jugend-Kloster jeder in einem eigenen Zimmer, sitzen abends im gemeinschaftlichen Wohnzimmer oder Fernsehraum zusammen. Ein modern ausgestattetes Büro steht ihnen zur Verfügung.

Der Tag beginnt für Lena, Anna-Lisa, Sophia und Konstantin um 8 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück mit den Ordensmitgliedern der Redemptoristen. Anschließend gibt es keinen festen Terminplan – es wird erledigt, was gerade ansteht. Das kann ein gemeinsames Bibelgespräch sein, bei dem die Interpretation von Textpassagen in der Gruppe einfach mehr Spaß macht als allein. Auch Arbeiten im Jugendhaus stehen auf der Tagesordnung. Aufräumen und Einkäufe zu erledigen gehört auch zu den Aufgaben der vier; Gottesdienste werden vorbereitet und Fürbitten geschrieben. Veranstaltungen wie das Osterbasteln für Kinder, das Pfingstlager für Messdiener und Freunde oder das Kulturcamp für kleine Maler, Tänzer und Musiker erfordern viel Vorarbeit.

Mehrmals im Jahr kündigen sich Schulklassen im Jugend-Kloster an. Themen für Gesprächsrunden mit ihnen werden von den vier FSJlern gesucht. Dabei geht es nicht nur um religiöse Themen. Auch Beziehungsprobleme, Alkohol und Drogen oder Zukunftsperspektiven sind Inhalte dieser Gespräche.

Spaß an der Jugendarbeit

Die Jugendarbeit ist ein wichtiger Teil des Freiwilligen Sozialen Jahres. „Wir spielen mit den Kindern, gehen mit ihnen ins Kino, machen gemeinsame Ausflüge“, so Konstantin. Spaß und Interesse an der Jugendarbeit und die Bereitschaft, sich in eine christliche Gemeinschaft zu integrieren und einzubringen sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein Jahr Kloster auf Zeit.

Lena, Anna-Lisa, Sophia und Konstantin sind glücklich, diese Entscheidung getroffen zu haben. „Es gibt anstrengende und ruhige Tage, aber der Spaß ist immer dabei“, sagt Lena.  

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt