Karnevalsplanung in Kirchhellen: Zwischen Absagen und Hoffnung

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Der Saal-Karneval in Bottrop ist weitestgehend abgesagt worden. Auch in Kirchhellen gibt es bereits erste Absagen, einige Veranstalter haben die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben.

Kirchhellen, Bottrop

, 12.09.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund um den Karneval hagelt es in ganz NRW Absagen. Auch in Bottrop bremst das Coronavirus die Stimmung der Jecken. Wie am Donnerstag (10. September) bekannt wurde, haben die Gesellschaften im Festkomitee Bottroper Karneval die Vereinskarnevalssitzungen weitestgehend abgesagt. Zudem wird es weder ein Stadtprinzen- noch ein Stadtkinderprinzenpaar geben. Das „Hoppeditz-Erwachen“ wird ebenfalls nicht stattfinden. Ob und wie der Straßenkarneval in Bottrop gefeiert wird, soll im Januar entschieden werden.

Auch rund um Kirchhellen hat es bereits Absagen gegeben. So hat die Kleine Karnevalsgemeinschaft Grafenwald (2K2G) bereits die Reißleine gezogen und schweren Herzens ihren Zeltkarneval für kommendes Jahr abgesagt. „Die Gesundheit der Besucher, Akteure und Bewirter hat oberste Priorität und wir sehen es als problematisch an, diese sicherzustellen“, hatte der Vorsitzende Andreas Fockenberg erklärt.

Am Montag (7. September) sagte auch die KFD Grafenwald ihre Karnevalsveranstaltung im Pfarrheim ab. „Die Gesundheit aller Gäste und aller Beteiligten während der vier Tage hat für alle höchste Priorität. Man kann leider nicht mit Gewissheit sagen, ob dies im kommenden Februar unter dem Einfluss der Corona-Pandemie sichergestellt ist“, erklärte die KFD.

Noch nicht ganz im Thema ist der VfB Kirchhellen. Über den traditionellen „Karneball“ soll erst bei einem der nächsten Vorstandstreffen gesprochen werden. „Wir möchten sehr gerne feiern, aber ich fürchte, es wird nicht gehen“, sagte Christoph Wrobel vom VfB. Das sieht Michael Platzköster für seine Karnevalsveranstaltung im Feldhausener Pfarrheim ähnlich: „Noch ist nichts entschieden, aber im Karneval sitzen alle so eng beisammen und feiern. Ich denke, das sollte man nicht riskieren.“

Für Kinderkarneval gibt es noch Hoffnung

Auf das Thema Karneval angesprochen kann Marco Willer von „kirchhellen.de“ nur seufzen. „Das ist wirklich ein leidiges Thema. Wir mussten jetzt schon die Halloween-Veranstaltung und die Blue-Moon-Party absagen“, sagte er. Als nächstes steht die große Kinderkarnevalssause im Brauhaus am Ring auf dem Programm. „Ich bin guter Dinge, dass wir die Veranstaltung machen können. Wenn es irgendwie geht, wollen wir das ermöglichen“, so Willer. Er sagt aber auch ganz klar, dass die Veranstaltung mit einer Beschränkung auf 150 Personen keinen Sinn mache.

Noch keine Entscheidung gefallen ist auch bei der KFD St. Johannes Kirchhellen. „Die Damen haben ihr Konzept für die Veranstaltung fertig, aber das könnten sie auch übernächstes Jahr aufführen“, sagte Barbara Köppen von der Kirchhellener KFD. In der nächsten Teamrunde werde man über das Thema Karneval sprechen und vielleicht auch schon eine Entscheidung treffen.

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