Kein Baden vor 2022

See am Töttelberg

Medienberichte über den Kauf der Kiesgrube am Töttelberg, aus der irgendwann einmal ein Badesee entstehen soll, haben in den vergangenen Tagen für Wirbel gesorgt. Jetzt macht Stadtpressesprecher Andreas Pläsken klar: "Es gibt keinen neuen Stand". Wenn alles gut laufe, könnten frühestens 2022 die ersten Badegäste in den See springen.

Kirchhellen

, 14.04.2016, 16:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Die Kiesgrube haben wir schon 2004 gekauft“, stellte Andreas Pläsken, Pressesprecher der Stadt Bottrop, am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung klar. Lediglich Rechtsunsicherheiten bei der 2004 geschlossenen Rahmenvereinbarung seien beseitigt worden.

Auslöser für die Berichterstattung war ein von der Politik gewünschter Sachstandsbericht, der am Mittwoch (13. April) im Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschuss vorgestellt wurde. Richtig sei, so Pläsken, dass man nun durch die Rechtssicherheit einen ganz kleinen Schritt weiter sei.

Betreiber gesucht

„Jetzt müssen wir als Stadt uns auf die Suche nach einem professionellen Betreiber machen. Auch mit dem RVR wird weiter verhandelt“, so Andreas Pläsken. Damit der Badesee irgendwann einmal Realität wird, muss das Gewässer außerdem mit einem wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahren genehmigt werden. Darin müssen Böschungen, Statik und Wasserqualität definiert werden. Auch die Infrastruktur, beispielsweise mögliche Stellplätze, sollen Teil des Verfahrens sein.

Füllung wird lange dauern

„Wir bleiben am Ball. Aber neben den ganzen planerischen Details wird auch die natürliche Füllung des Sees mehrere Jahre dauern“, nimmt Andreas Pläsken allen ungeduldigen Badefans den Wind aus den Segeln. „Wenn es gut läuft, können zwischen 2022 und 2024 die ersten Kirchhellener in den See springen.“

Der Badesee am Töttelberg soll rund 14,7 Hektar groß und zehn Meter tief werden. Maximal 5000 Badegäste soll er dann an Spitzentagen vertragen können. Auch die Ansiedlung von Gastronomie und der Bau eines Campingplatzes sind im Gespräch. Rund um den See können sich die Planer einen Spazierweg vorstellen. Zwischen Hiesfelder Straße und Töttelberg könnten Parkplätze entstehen. 

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