Kein schneller LTE-Ausbau in Kirchhellen

Telekom-Pläne

Ein ähnlich schneller Ausbau von LTE (Long Term Evolution: Mobilfunkstandard der vierten Generation) wie beim Glasfaser ist in Kirchhellen in der nächsten Zeit nicht zu erwarten.

KIRCHHELLEN

von Von Berthold Fehmer

, 28.11.2013, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit LTE können Smartphone-Nutzer noch schneller im Internet surfen. Foto: Jens Büttner

Mit LTE können Smartphone-Nutzer noch schneller im Internet surfen. Foto: Jens Büttner

Das sagte Frank Neiling von der Telekom in der Sitzung der Bezirksvertretung am Dienstagnachmittag. Die Pläne der Telekom zum Ausbau des schnellen Internets per Glasfaser in Kirchhellen im kommenden Jahr (wir berichteten) beherrschten die Diskussion in der Sitzung.

Einiges wurde dabei präzisiert: So werden ausschließlich Kunden mit einer 02045-Vorwahl in den Genuss der VDSL-Geschwindigkeiten kommen - einige Häuser im Norden Kirchhellens mit Dorstener Vorwahl bleiben unerschlossen. Gerade in den Streusiedlungs-Lagen in Kirchhellen wird die volle Geschwindigkeit (bis zu 100 Megabit pro Sekunde) vermutlich nicht immer zu realisieren sein. Das könne im Extremfall bedeuten, dass etwa ein Bauernhof in großer Entfernung zu einem Verteilerkasten vielleicht nur noch zwei bis drei Mbit erhalte. "Jeder wird insgesamt mehr bekommen", sagte Neiling in Bezug auf die erzielbaren Internetgeschwindigkeiten.Kein "weißer Fleck"

Was den LTE-Standard betreffe, sei Kirchhellen der Telekom von der Bezirksvertretung nicht als "weißer Fleck" gemeldet worden. "In NRW gab es sehr wenige Meldungen, in anderen Bundesländern wesentlich mehr", so Neiling. Deshalb sei in nächster Zeit im Dorf keine Verbesserung von der jetzigen UMTS-Versorgung zu erwarten.

Wie beim Glasfaser-Ausbau sei die Telekom natürlich darauf angewiesen, als Aktiengesellschaft Gewinn zu machen. In Holland sei der Breitband-Ausbau weiter, dort kosteten Anschlüsse dann aber auch 69 oder 79 Euro, und nicht 19 wie teilweise in Deutschland. Neiling: "Durch den Wettbewerb sind die Preise in den Keller gegangen, aber keiner hat sich Gedanken gemacht, wer baut das Netz auf."Geschwindigkeit teilen

Den Einwand aus Reihen der Bezirksvertreter, gerade LTE könne doch bestens zur Versorgung der dünn besiedelten Bereiche Kirchhellens genutzt werden, konterte Neiling mit der Tatsache, dass sich dabei aber alle Endgeräte die Geschwindigkeit in der Funkzelle teilen müssten.

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