Ketzer: "Der Druck war noch nie so hoch"

Schulschließungen in Bottrop

"Der Druck war noch nie so hoch wie jetzt", sagte der Erste Beigeordnete Paul Ketzer in der Bezirksvertretersitzung in Bezug auf mögliche Schulschließungen, die Bottrop in den nächsten Jahren verkraften muss.

KIRCHHELLEN

von Von Berthold Fehmer

, 27.04.2012, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Paul Ketzer, Erste Beigeordnete der Stadt.  <p></p> privat</p>

<p>Paul Ketzer, Erste Beigeordnete der Stadt. <p></p> privat</p>

Eine Projektgruppe aus Bonn mit dem Namen "Bildung und Region" hat seit Oktober Daten erhoben. Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe tagt regelmäßig, um die Daten zu analysieren. Dass von dieser Arbeitsgruppe nichts nach Außen dringt, hänge damit zusammen, dass Stillschweigen vereinbart worden sei, so Ketzer, der die "vertrauensvolle und konstruktive Atmosphäre" der Arbeitsgruppe lobte.Zahlen werden am 25. Mai vorgestellt Am 25. Mai werden die Zahlen den Schulleitungen und anschließend dem Schulausschuss vorgestellt. "Dann werden viele schon Eins und Eins zusammenrechnen können", so Ketzer. Denn an den Zahlen komme man nicht vorbei. "Wo keine Kinder sind, wird man keine Schulen halten können." Klar sei, dass durch das Schulrechtsänderungsgesetz, das auch nach der Wahl im Land vermutlich vorangetrieben werde, eine klare Regelung entstehe, wie viele Eingangsklassen Bottrop bilden könne. Die Anzahl der Schüler werde dann durch 21,5 geteilt und noch einmal durch zwei, da Zweizügigkeit vorgeschrieben sei. Dann komme man auf 38 Eingangsklassen und 19 zweizügige Grundschulen."Kurze Beine - kurze Wege" Derzeit gibt es in Bottrop 25 Standorte. Man habe immer das Motto "Kurze Beine - kurze Wege" vertreten, so Ketzer, was aber durch den engen Rechtsrahmen so in Zukunft nicht mehr möglich sei. "Da wird man nicht mehr so fürchterlich viel diskutieren können." Es gehe nicht mehr um das Ob, sondern nur noch um das Wie." Etwas beruhigen konnte Ketzer die Kirchhellener Bezirksvertreter aber doch: "Kirchhellen bereitet die wenigsten Probleme."

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