Kinder düsen im Affentempo die Rampe herunter

Seifenkistenrennen feierte Premiere

16 wagemutige Rennfahrer zwischen sechs und 14 Jahren stürzten sich am Samstag beim Seifenkistenrennn des Schützenvereins Grafenwald die 1,55 Meter und sieben Meter langen Rampe herunter. Bammel hatten aber nur die Eltern.

Kirchhellen

, 01.05.2016, 13:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kinder düsen im Affentempo die Rampe herunter

Julia Ellekotten mit Pink Horse und Alexander Lauf mit Seifenblitz rauschen die Rampe herunter.

In einem Affenzahn flitzt Yannis Fark mit der Startnummer 1 und seiner Seifenkiste „Red Thunder“ die 1,55 Meter hohe Rampe herunter und liegt zunächst in Führung. Die Zuschauer feuern den elfjährigen Rennfahrer frenetisch an, doch auf den letzten Metern überholt Julia Braun mit „Pink Fluffy Unicorn“ den roten Flitzer und siegt beim ersten Seifenkistenrennen beim Maifest am Samstagmittag.

Preise für alle Teilnehmer

Einen Preis bekommen aber alle der 16 sechs- bis 14-jährigen Teilnehmer, denn Mitmachen ist alles. „Ich bin zufrieden mit meinem zweiten Platz“, zeigte sich Yannis Fark nach dem letzten Rennen zufrieden. „Immerhin ist meine Seifenkiste schon 66 Jahre alt“, erklärte er und zeigte auf sein Retro-Gefährt. Nachdem Yannis und sein Vater das nostalgische Stück auf Ebay entdeckt und ersteigert hatten, wurden neue Reifen und Achsen montiert. Der original rote Lack und die vielen bunten Sticker sind aber geblieben. „Wir wollten einfach den Retro-Look beibehalten“, so Yannis. Nicht nur Seifenkisten aus den frühen 50er-Jahren gingen am Samstag im Zeit- und K.o.-Rennen an den Start.

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Kinder hatten viel Spaß beim Seifenkistenrennen

16 Kinder hatten jede Menge Spaß beim Seifenkistenrennen, das der Schützenverein Grafenwald anlässlich des Maifestes organisiert hatte.
01.05.2016
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Ole Wolthaus mit Schneller Blitz
Milo Hofmann mit Wachen Killer 666
Julia Braun mit Pink Fluffy Unicorn
Jan Kaschek mit Alligator und Ole Wolthaus mit Schneller Blitz
Milo Hofmann mit Wachen Killer 666
Julia Ellekotten mit Pink Horse und Alexander Lauf mit Seifenblitz rauschen die Rampe herunter.© Foto: Lenja Hülsmann
Yannis Fark mit Red Thunder
Schlagworte Dorsten, Kirchhellen

Viele der 16 Teilnehmer hatten ihre Flitzer selbst gebaut, natürlich mit Papas Hilfe. Ganz besonders war die Kiste „Alligator“ von Jan Kuschat und Tim Kaschek. „Unsere Seifenkiste hat sogar ein Radio und blinkende Lichter“, erzählten die Beiden und drehten den Song „We Will Rock You“ voll auf. Der Favorit schied aufgrund einer Panne jedoch im Viertelfinale aus. Organisiert wurde das Seifenkistenrennen vom Schützenverein Grafenwald und dem amtierenden König Udo Ellekotten, der zusammen mit den Adjutanten die sieben Meter lange Rampe gebaut hatte.

Mehr für die Kinder im Dorf

„Wir möchten einfach, dass mehr für die Kinder im Dorf gemacht wird, und auch in Zukunft sollen die Kleinen zunehmend im Verein mit eingebunden werden“, erklärte Bettina Ellekotten die Intention des Rennens, das gut ankam und im nächsten Jahr wieder stattfinden soll. „Das macht total viel Spaß und ich habe überhaupt keine Angst“, freute sich Pia Ellenkotten auf ihr Rennen. „Meine Seifenkiste ‚Pink Horse‘ habe ich ganz alleine angemalt.“ Ein bisschen Bammel hatten nur die Eltern der kleinen Rennfahrer. „Als ich die Rampe gesehen habe, hatte ich schon ein wenig Angst. Aber es ist ja alles gut gegangen und ich denke, man sollte seinen Kindern auch etwas zutrauen“, sagte Yannis‘ Mutter und lächelte.

Doppelt bezahlt gemacht

Die viele Arbeit, die der Elfjährige in die Kiste gesteckt hatte, machte sich am Ende des Tages doppelt bezahlt. Er gewann einen Pokal für den zweiten Platz beim Rennen und eine kleine Trophäe für die schönste Seifenkiste, die in den Kategorien Style, Aufbau und Verarbeitung punkten konnte. „Ich freue mich total und könnte mir auch vorstellen, später mal Rennen zu fahren“, zeigte sich Yannis optimistisch für eine Rennfahrer-Zukunft.

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