Peter Rommeswinkel macht gemeinsam mit den Kindern einen Schreiner-Workshop. Die Vielseitigkeit in der Verarbeitung von Holz steht dabei im Vordergrund. © Valerie Misz
Kinderbetreuung

Kinder erleben mit dem Jugend-Kloster die „Natur im Herbst“

Auch in diesen Ferien hat das Team vom Jugend-Kloster wieder ein Programm auf die Beine gestellt. Spiel, Gemeinschaft und bewusstes Erleben der Natur stehen dabei im Vordergrund.

Die Ferienfreizeiten des Jugend-Klosters Kirchhellen sind stets beliebt bei den Kirchhellener Kindern. Normalerweise nehmen bis zu 100 Kinder an den Programmen Teil. Seit der Pandemie musste die Teilnehmerzahl allerdings drastisch reduziert werden. Mit viel Kreativität und Ausdauer schafft es das Team dennoch immer innerhalb der Ferien ein Programm für die Kinder durchzuführen. Aktuell ist die Teilnehmerzahl der Freizeiten auf 20 Kinder begrenzt.

Eingeläutet wurden die diesjährigen Herbstferien mit einem Camping-Highlight, das die Kinder ein Wochenende lang in die fremde Kultur Indonesien eintauchen lassen sollte. Natürlich nur im übertragenen Sinne, denn einige Mitarbeiter des Jugend-Klosters stammen aus Indonesien und wollten den Kindern die Kultur ihres Heimatlandes näherbringen. Aufgrund der kalten Temperaturen wurde das Zeltlager spontan nach drinnen verlegt.

Ein Wochenende wie in Indonesien

„Einige Eltern konnten sich nicht vorstellen, wie ein Zeltwochenende im Inneren des Jugendhauses aussehen soll. Aber mit viel Fantasie und Kreativität haben wir den kleinen Trip nach Indonesien durchführen können“, erzählt Jugendpastoral Francis Da Cunha.

Ein künstliches Lagerfeuer inmitten des Lagers sorgte für eine gemütliche Atmosphäre. Dann wurde mit den Kindern traditionell indonesisch getanzt und gesungen. Das Basteln von landestypischen Instrumenten wie Trommeln war ein Höhepunkt.

In der ersten Ferienwoche gab es täglich von morgens bis nachmittags Programm auf dem Gelände des Jugend-Klosters. Unter dem Schwerpunkt „Natur im Herbst“ standen besondere Bastelprojekte auf dem Plan: „Die Kinder haben in Boxen ihren eigenen kleinen Garten angelegt. Dazu nutzten sie verschiedene Naturmaterialien wie Moos und Kieselsteine“, beschreibt die Leiterin Hildegard Kückelmann.

Bewusstsein für Natur und direkte Umwelt

An drei Tagen war Peter Rommeswinkel vor Ort und hat mit den Kindern einen Schreinerworkshop veranstaltet. Mit Holz aus seinem eigenen Garten hat er gemeinsam mit den Kindern Figuren wie Schweine, Eulen und Hirsche hergestellt. Dafür wurde in Teamarbeit das Holz gesägt und anschließend von den Kindern entrindet und geschliffen, um schlussendlich zu Tier-Figuren weiterverarbeitet zu werden.

Ein Höhepunkt war das „Natur on Tour-Mobil“, welches von der Kreisjägerschaft Bottrop zur Verfügung gestellt wurde. Es dient dazu, den Kindern und Jugendlichen die heimische Tierwelt und ihre Lebensräume greifbar zu machen. Dazu sind beispielsweise Tierpräparate, Felle und landwirtschaftliche Produkte zum Anfassen mit dabei. „Wir hoffen, dass wir den Kindern ein Bewusstsein für Natur und Nachhaltigkeit schon in frühen Jahren vermitteln können“, so Kückelmann.

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