Für Dr. Michael Schlagheck, Pastor Christoph Potowski und Dirk Scherer (v.l.) ist der Streetworker für Kirchhellen eine echte Herzensangelegenheit. Auch Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder unterstützt das Projekt. © Aileen Kurkowiak
Jugend

Kirchhellen soll wieder einen Streetworker bekommen

Das Jugendangebot in Kirchhellen ist vielfältig, aber es fehlt an einem Bindeglied mit einem offenen Ohr. Die Suche nach einem Streetworker gestaltet sich allerdings schwierig.

Die Idee, in Kirchhellen wieder einen Streetworker anzustellen, ist auf mehreren Seiten gereift. Um noch offene Fragen zu klären, haben sich jetzt drei von insgesamt vier Initiatoren des Projekts getroffen: Pastor Christoph Potowski als Stellvertreter der christlichen Trägerschaft, Dirk Scherer vom Fachbereich Jugend und Schule sowie Dr. Michael Schlagheck, der stellvertretende Vorsitzende des Jugendfördervereins Philipp Neri. Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder konkretisierten sie während einer Videokonferenz das Vorhaben einer Ergänzung zur bisherigen Jugendarbeit vor Ort.

„Es gibt viele Angebote für Jugendliche in Kirchhellen, doch ein Streetworker soll genau dieses Angebot noch abrunden und Jugendliche und junge Erwachsene erreichen, die diese Möglichkeiten sonst nicht wahrnehmen würden“, erklärt Sachgebietsleiter Dirk Scherer.

Überkonfessionell als Dienst an der Gesellschaft

Es geht vor allem um die Gebiete Kirchhellen und Grafenwald: „In Feldhausen gibt es im Moment keinen Bedarf“, erklärt Pastor Potowski. Hauptsächlich sollen Punkte im Dorf von dem Streetworker angelaufen werden, an denen Jugendliche vermehrt ihre Freizeit verbringen.

Diese Schwerpunkte sind beispielsweise die Schulze-Delitzch-Straße, die Tiefgarage bei Rossmann, die alte Kirche in Grafenwald und der Skatepark. Bei den jungen Menschen soll keine Langeweile aufkommen. „Es geht nicht darum, dass sich Jugendliche nicht treffen und ihre Zeit miteinander verbringen sollen, es wird einfach zusätzlich ein Gesprächspartner geboten, der auf der Straße ein Angebot für einen unkomplizierten Austausch schaffen soll. Das Projekt soll unterstützend und begleitend fungieren“, so der Pastor.

Auch Dr. Michael Schlagheck, der stellvertretende Vorsitzende des Jugendfördervereins Philipp Neri, war von Beginn an von der Idee überzeugt: „Es ergeben sich auch einfach viele Möglichkeiten. Als es früher noch einen Streetworker gab und viele Jugendliche den Skateplatz besucht haben, wuchs der Wunsch nach einem Skatekurs. So etwas könnte jetzt auch wieder organisiert werden. Es kann sich durch den Einsatz eines Streetworkers ein tolles Netzwerk bilden.“

Probleme gibt es momentan allerdings noch bei der Besetzung der Stelle. Bereits seit dem 1. Juli ist die Stelle ausgeschrieben, ein entsprechendes Interesse bleibt bisher aus. Das hat einerseits mit der Pandemie und andererseits mit den Schwierigkeiten auf dem Markt zu tun.