Der Kirchhellener Herbst hat seine Premiere bestanden

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Die Werbegemeinschaft Kirchhellen hatte von Donnerstag bis Samstagmittag zum Kirchhellener Herbst eingeladen. Doch der Johann-Breuker-Platz war leer. Und das mit Absicht.

von Maria Dehling

Kirchhellen

, 11.10.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gab keine Aktionen auf dem zentralen Platz in Kirchhellen, nur einen kleinen Stand vom Golfclub Schwarze Heide. „Genau das war unsere Absicht. Wir wollten, dass nicht irgendeine Veranstaltung im Fokus steht, es war ausschließlich eine Aktion der Kirchhellener Kaufleute mit deren Angeboten“ so Stefan Kückelmann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Der Wunsch kam aus den Reihen unserer Mitglieder. Unser Ziel ist es, die Kaufkraft im Dorf zu stärken.“

„Die Kaufkraft im Dorf stärken“

So sollten die Gäste auch für Getränke und Speisen die heimischen Lokalitäten aufsuchen - und das taten sie auch. Für Kurzweil sorgte zudem an allen Tagen Livemusik, die musizierenden Einzelakteure wechselten ihre Standorte und sorgten für eine schöne Stimmung. „Wir machen was, das ist immer noch besser, als nichts zu tun,“ resümierte Stefan Kückelmann.

Für stimmungsvolles Einkaufsfeeling sorgten die Solisten mit ihren Musikinstrumenten. Immer wieder waren sie an wechselnden Standorten zu sehen und zu hören. Der Applaus blieb nicht aus.

Für stimmungsvolles Einkaufsfeeling sorgten die Solisten mit ihren Musikinstrumenten. Immer wieder waren sie an wechselnden Standorten zu sehen und zu hören. Der Applaus blieb nicht aus. © Maria Dehling

Die Aktion wurde im Vorfeld in einem Umkreis von rund 15 Kilometern beworben. Das zeigten auch die Kennzeichen auf den Parkplätzen. „Wir fühlen uns hier sicher, es ist Platz genug. In Dorsten sieht das oft anders aus. Es ist hier zwar kleiner, aber für uns genau das Richtige,“ so zwei ältere Herrschaften. Bei Timmerhaus stöberten zwei Freundinnen aus Sterkrade: „Wenn wir am Wochenende bummeln wollen, zieht es uns immer wieder ins Dorf. Und heute kommen die attraktiven preislichen und Serviceangebote hinzu.“

Jedes Geschäft hatte etwas zu bieten

Nahezu jedes Geschäft bot seinen Gästen eigene Anreize: Wie liegen die Messer in der Hand? Ist die Schneidemaschine auch leicht zu säubern? Diese Fragen beantwortete das Team bei Timmerhaus. Einen Einblick in die Arbeit eines Juweliers gab Anne Gase beim Knüpfen von Perlenketten.

Besonders gefragt waren natürlich auch die Tipps „Fit für die kalte Jahreszeit“ der Dorfapotheke. Und wer sich zwischenzeitlich mal etwas mehr bewegen wollte, konnte dies beim Golfabschlag tun. Als jüngstes Mitglied der Werbegemeinschaft hatte das Team des Golfclubs Schwarze Heide einen Infostand mit einem kleinen Übungsfeld aufgebaut.

Eine Unterschriftenaktion und Hintergrundinfos zur Artenvielfalt gab es vom NABU in Spickermanns Bioladen. Eigentlich hatte Bernadette Spickermann einen Flammkuchenstand mit jungem Wein auf dem Johann-Breuker-Platz geplant. Doch die Corona-Auflagen machten dem Wunsch einen Strich durch die Rechnung.

Erste Anregungen und Meinungen von den Kaufleuten

  • „Der erste Kirchhellener Herbst war für mich ein guter Anfang, den ich allerdings für ausbaufähig halte,“ so Regina Timmerhaus. „Die Livemusik hatte ihren eigenen Charme. Schön war für mich das kleine Kammerkonzert am Freitagabend auf dem Bankenvorplatz, eine schöne Atmosphäre.“
  • „Am Donnerstag hat das Wetter zwar nicht so mitgespielt, doch das war nicht schlimm. Wir konnten erst um 20.30 Uhr die Tür hinter uns zuziehen“, so Marietheres Heisterkamp von „Life & Style“. „Die Rabattaktion war natürlich ein Magnet und für den neuen Laden Marys kam das Wochenende genau richtig.“
  • „Freitag und Samstag lief es richtig gut. Allerdings müssen für mich nicht unbedingt die Türen bis 20 Uhr geöffnet sein“, gibt Petra Jünger von „Blütenzauber“ zu bedenken. „Vielleicht sollten wir auch noch einmal über den Namen nachdenken. Kirchhellener Herbst wurde nicht von jedem mit einem Einkaufserlebnis verbunden.“
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