Kochen vor der Kamera

"Land und Lecker"

Als eine beim WDR in Köln arbeitende Freundin Irmgard Königshausen fragte, ob sie bei der Sendung „Land & Lecker“ mitmachen würde, war die spontane Antwort der 52-Jährigen: „Auf gar keinen Fall!“ Inzwischen liegen viele Drehtage hinter ihr und sie möchte die Erfahrungen, die sie gesammelt hat, nicht mehr missen.

Feldhausen

, 20.07.2016, 17:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kochen vor der Kamera

Irmgard Königshausen in ihrer großen Küche. Dort kochte sie für die WDR-Sendung "Land & Lecker".

„Eigentlich wollte ich die Publicity nicht. Auf Bitten meiner Freundin habe ich mir dann doch angehört, was das Team vom WDR mir erzählt hat. Dann hatte ich plötzlich nur noch eine Nacht, um mich zu entscheiden“, erzählt Irmgard Königshausen vom gleichnamigen Hof an der Dorstener Straße 16. Die Feldhausenerin zog die Großfamilie zurate und stimmte schließlich zu. Das war Ende April. Einen Monat später begannen bereits die Dreharbeiten auf ihrem Hof. Für alle, die die WDR-Sendung nicht kennen: Bei „Land & Lecker“ machen sich sechs Bäuerinnen in einem Bus auf den Weg. Nacheinander besuchen sie sich auf ihren Höfen, und lernen die Region kennen. Die Gastgeberin serviert ihnen ein Menü, das anschließend bewertet wird.

Erprobte Rezepte

Irmgard Königshausen war die erste Gastgeberin in ihrer Runde. Die anderen Frauen kannten sich bereits von der gemeinsamen Busfahrt, nur sie war bis dahin außen vor. „Ich war ganz schön hibbelig. Aber ich habe nicht vorher gegoogelt, was mich erwarten kann, sondern bin bei mir geblieben und habe mein Ding durchgezogen“, erzählt die 52-Jährige. Für ihr Menü mit regionalen Produkten vom Hof hat sie erprobte Rezepte in neuer Kombination verwendet. Auch ein Probe-Essen mit der ganzen Familie hat sie veranstaltet. Irmgard Königshausen ist es zwar gewohnt, die Mägen von fünf Kindern und etlichen Hofangestellten zu füllen, kocht gerne, und steht viel in ihrer großen Landhausküche, „aber ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie die anderen Frauen mich bewertet haben“, so Irmgard Königshausen.

Beamer in der Garage

Erfahren wird sie das auch erst bei der Ausstrahlung der Sendung am 5. September (Montag) um 20.15 Uhr. Angucken wird sie sich die Folge gemeinsam mit Familie und Freunden am Beamer in der Hofgarage. Dann wird sie auch sehen, wie die Hofführung mit Ehemann Rudolf, die Kutschenfahrt durch die nähere Umgebung und die Besuche in der Maschinenhalle Zweckel sowie beim Schloss Wittringen bei den anderen Frauen ankamen. Kameraerfahrung hatten sie und ihr 70-jähriger Mann durch kleine Aufnahmen auf dem Hof bereits. „Trotzdem war das in der Art ganz was Neues. Mit der Zeit vergisst man die Kameras und muss echt aufpassen, was man so alles sagt“, erzählt die 52-Jährige und lacht.

Positives Fazit

Am vergangenen Wochenende standen noch Dreharbeiten auf dem Hof an („Die Bohnen sind erst jetzt reif geworden.“), in den nächsten Wochen folgen die Besuche auf den letzten zwei Höfen. Doch schon jetzt zieht Irmgard Königshausen ein positives Fazit: „Auch wenn es anstrengend ist, ich habe andere Betriebe, andere Familienstrukturen und unheimlich tolle Frauen kennengelernt und hätte nie gedacht, dass wir in so kurzer Zeit so zusammenwachsen“, sagt sie.

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