Kreuzfahrt-Unglück bremst die Reiselust nicht

Messe im Brauhaus

Ferne Länder sehen, Städte besuchen oder gemeinsam neue Orte kennenlernen - Reisebegeisterte waren am Samstag im Brauhaus an der richtigen Adresse: Die Resonanz auf die Reisemesse war groß. Und das trotz des jüngsten Kreuzfahrt-Unglücks.

KIRCHHELLEN

von Von Daniel Sczekalla

, 05.02.2012, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Dieter Wrobel, Geschäftsführer von Boka-Tours, informierte am Samstag zusammen mit Klaudia Blohm von Coach & Travel über Touren mit Bus und Schiff. <p><

<p>Dieter Wrobel, Geschäftsführer von Boka-Tours, informierte am Samstag zusammen mit Klaudia Blohm von Coach & Travel über Touren mit Bus und Schiff. <p><

"Wir haben durch das Unglück der Costa Concordia eigentlich keine Einbußen gespürt", berichtet Klaudia Blohm, Geschäftsführerin von Coach & Travel. Im Gegenteil: "Es ist sogar so, dass sich unsere Kunden bei uns wohler fühlen, da wir nur mit kleinen Schiffen unterwegs sind."

Viele Stammkunden

Das bestätigt auch Dieter Wrobel, Geschäftsführer von Boka-Tours, der seine Reisemesse zum ersten Mal zusammen mit Coach & Travel präsentierte. Auch diesmal kamen viele Gruppen, Pärchen und Einzelpersonen, die sich über das Angebot informieren wollten. "Wir haben heute viele Stammkunden zu Gast, aber auch viele neue Leute", freute sich Wrobel.

Wie zum Beispiel Günter Bachmann. "Wir waren schon oft mit Boka-Tours unterwegs", sagt der 78-jährige Bottroper. Zuletzt machten er und seine Frau eine Bus-Tour zu mehreren schönen Weihnachtsmärkten, davor waren sie im Erzgebirge. Die Reisemesse im Brauhaus nutzten sie, um sich einerseits einen Überblick zu verschaffen, aber auch, um Bekannte von vergangenen Touren zu treffen."Genau das Richtige" Auf eine Fahrt mit dem Schiff hat es hingegen Gisela Sobczak abgesehen. Seit ihrer letzten Kreuzfahrt ist die 76-Jährige von dieser Art des Urlaubs begeistert. "Das ist genau das Richtige", sagt sie. Es darf eben nur nicht zu groß sein.

Genau darin liege auch das Erfolgsrezept, wie Wrobel und Blohm bestätigen. "Wir wollen eine große Reisefamilie sein und auch Einzelreisende direkt mit in die Gruppe holen", sagt Klaudia Blohm.Überschaubare Zahl Die Schiffe seien deshalb von der Passagierzahl überschaubar. Außerdem gebe es weniger Verständigungsprobleme mit der Crew als auf einem großen Schiff, und die Kunden fühlen sich gerade bei den Flussreisen sicherer, da das Ufer immer im Blick ist und eine abwechslungsreiche Aussicht biete. Von dem Erfolg der Reisemesse beflügelt, planen Dieter Wrobel und Klaudia Blohm schon ihr nächstes Event: ein Reisecafé, bei dem erneut spezielle Angebote vorgestellt werden sollen.

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