Der Friedenstreck in Wendlingshausen © privat
Friedenstreck

Kutschen bringen Friedensglocke nach Jerusalem – Mitfahrer gesucht

Der Friedenstreck hat eine große Mission: 2025 möchten die Teilnehmer mit Pferden und Kutschen nach Jerusalem aufbrechen, um dort eine Friedensglocke 80 Jahre nach Kriegsende vorbeizubringen.

Die Kutschenfreunde Kirchhellen haben ein großes Ziel. Sie sind Teil des Friedenstrecks, der im Jahr 2025 mit Pferden und Kutschen nach Jerusalem aufbrechen möchte. Im Gepäck haben sie eine Friedensglocke, die aus Militärschrott gegossen wurde. Ihr Traum ist es, eine Friedensglocke zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus in die Stadt Jerusalem zu bringen.

2.300 Kilometer in drei Monaten

Doch bis die Reise starten kann, müssen die Pferde stark genug für die Strapazen der Tour sein. Und aus diesem Grund trainieren sie schon jetzt. 2018 machten sie sich auf den Weg von Brück ins russische Weliki Nowgorod. 2.300 Kilometer in drei Monaten: „Die Pferde bringen Frieden“, hieß es dort. So entstand der Gedanke der Mission. Jerusalem ist die „Stadt, die für uns der Inbegriff des Friedens ist“, sagte Helmut Kautz, Vorsitzender des Vereins Friedensglocken und Ideengeber für den Treck.

Mit dem Planwagen von Brandenburg nach Lippe

In diesem Jahr fuhren drei Gespanne der Kirchhellener Kutschenfreunde mit dem Planwagen von Brandenburg nach Lippe. Zuvor fuhr Pferdesicherheits-Beauftragter Matthias Funke aus Dorsten die Strecke vom Startpunkt Altenburg nahe Leipzig bis Wendlingshausen im Kreis Lippe ab. Wer mit so vielen Gespannen – elf Kutschen und rund 30 Pferde – unterwegs sei, könne nichts riskieren, so Funke. Undenkbar, dass elf Gespanne vor einem Schlagbaum ausgespannt werden müssten. So achten hier alle Pferdefreunde auf tierschutzrechtliche Vorgaben. Zum Wohl der Pferde. Erst wenn der Sicherheitsbeauftragte sein Okay gibt, darf die Tour starten.

Matthias Funke mit seinen beiden Pferden Ursus und Thore (rechts) © privat © privat

Matthias Funke begleitete den Treck nach Wendlingshausen persönlich mit seinen Wanderfahrpferden, zwei rheinisch-deutschen Kaltblütlern namens „Thor“ und „Ursus“. Im Jahr 2020 war der Treck unterwegs von Hamburg nach Marienfließ.

Künftig soll es jedes Jahr bis zur großen Reise mindestens eine Tour im Jahr starten.

Verein sucht weitere Mitstreiter

Viele Glocken, rund 75.000, wurden für den Krieg eingeschmolzen. Der Verein Friedensglocken möchte den umgekehrten Weg gehen und schmilzt Militär- und Kriegsmaterial aus Metall ein, um eine Friedensglocke daraus zu gießen.

Noch sucht der Verein weitere Mitstreiter, die pferdebegeistert sind oder den Frieden in die Welt hinaustragen und das große Projekt mit unterstützen möchten.

Weitere Informationen und Wissenswertes zum Verein und die Mission, gibt es unter https://friedenstreck.de/