„Markt zum Advent“ auf dem Schmücker Hof - die Hürden sind hoch

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Veranstalter von privaten Advents- und Weihnachtsmärkten kämpfen mit hohen Hürden. Auch der „Markt zum Advent“ auf dem Schmücker Hof stand auf der Kippe.

von Hendrik Buecker

Kirchhellen

, 19.11.2019, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als er las, dass der diesjährige Weihnachtsmarkt auf Preen’s Hoff in Raesfeld-Erle der letzte sei, den Familie Schulte-Kellinghaus organisiere, bedauerte Eberhard Schmücker diese Entscheidung. Überrascht ist er davon jedoch keineswegs. Er selbst organisiert alljährlich gemeinsam mit seiner Frau Alexandra Schmücker den „Markt zum Advent“ auf dem Schmücker Hof (Auf der Höhe 9).

60 Aussteller und ein liebevoll geplantes Kinderprogramm

Der „Markt zum Advent“ mit rund 60 Ausstellern und einem liebevoll geplanten Kinderprogramm zieht in der Vorweihnachtszeit ein großes Publikum aus Kirchhellen und darüber hinaus an. In diesem Jahr findet er am letzten November-Wochenende (30. November und 1. Dezember) statt. „Es ist jedes Jahr eine neue Herausforderung und auch wir haben uns gefragt, ob wir weitermachen wollen“, erzählt Eberhard Schmücker. Er fügt hinzu: „Die Hürden, die man als privater Advents- oder Weihnachtsmarkt überwinden muss, nicht zuletzt auch die bürokratischen, werden nicht geringer. Die Entscheidung von Familie Schulte-Kellinghaus kann ich verstehen.“

„Ein unglaublicher Aufwand“

Alexandra Schmücker pflichtet ihm bei: „Es ist ein unglaublicher Aufwand. Alle Mitarbeiter und die ganze Familie investieren viel Zeit und Mühe, um unseren Besuchern einen schönen Adventsmarkt zu bieten.“ Allein der Aufbau der Hütten nehme zwei Wochen in Anspruch. Obwohl der Markt lediglich an zwei Tagen im Jahr stattfindet, sei die Belastung enorm. Der ganze Betrieb, vom Service über den Hofladen bis zum Küchenteam, werde mit einbezogen und für die Tage des Marktes werden zusätzliche Helfer akquiriert. „Und das alles neben dem normalen Tagesgeschäft“, betont der Landwirt.

Ein Verkehrskonzept muss vorgelegt werden

Einen Advents- oder Weihnachtsmarkt in Eigeninitiative zu organisieren, dürfe man nicht unterschätzen. Insbesondere mit der Stadt müsse viel abgeklärt werden. „Es gilt zum Beispiel, ein Verkehrskonzept vorzulegen und eine Erlaubnis für die Marktbeschickung zu beantragen. Für Teile des Hofes muss außerdem ein Antrag auf Nutzungsänderung für zwei Tage gestellt werden“, so Schmücker. Da überlege man erst, ob die Kraft neben dem Tagesgeschäft ausreiche, so Schmücker. Schließlich verlangen sie keinen Eintritt, bieten Gratis-Parkplätze und einen Shuttle-Service zwischen dem Hof und dem Movie Park an. Auch die Standgebühren habe man seit über zehn Jahren nicht angehoben.

„Es ist für uns eine Herzensangelegenheit“

Trotz aller Hürden haben sie sich klar für eine Fortsetzung des Marktes entschieden. „Langjährige Besucher und Stammgäste fragten bereits, wann es endlich so weit sei. Auch die Mitarbeiter sind emsig und freuen sich schon“, sagt Eberhard Schmücker. Alexandra Schmücker ergänzt: „Es ist für uns eine Herzensangelegenheit, ein Angebot für die ganze Familie zu schaffen, mit persönlichem Stil und im weihnachtlichen Ambiente.“

Der Markt ist am 30. November (Samstag) von 13 bis 20 Uhr und am 1. Dezember (Sonntag) von 11 bis 18.30 Uhr geöffnet. Der Shuttle-Service zwischen dem Schmücker und dem Movie Park fährt in regelmäßigen Abständen.
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