Immobilien in Kirchhellen: Eine Straße ist ein besonders teures Pflaster

Immoblien

Eigentum ist in Bottrop stark nachgefragt. Häuser - egal ob neu oder gebraucht - sind teurer geworden. Eine Straße in Kirchhellen schießt dabei den Vogel ab.

Kirchhellen

, 06.03.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wohnungseigentum ist in Bottrop stark nachgefragt.

Wohnungseigentum ist in Bottrop stark nachgefragt. © picture alliance/dpa

Der typische Immoblienkäufer in Bottrop ist immer noch Einheimischer, aber der Anteil Auswärtiger - vor allem aus den umliegenden Nachbarstädten - ist gestiegen und betrug im vergangenen Jahr 34 Prozent. 21 Prozent der Grundstücksverkäufe wurden in Kirchhellen getätigt (242 Fälle). Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht 2019 für Bottrop hervor.

Stark nachgefragt war im vergangenen Jahr Wohnungseigentum - vor allem im Bereich Neubau und Eigentumswohnungen. Insgesamt ist die Zahl der Verkäufe mit 1162 jedoch im Vergleich zu 2018 gleich geblieben. 2019 wurden in Bottrop Grundstücke mit einer Fläche von 446,5 Hektar verkauft - das sind 4,4 Prozent der Gesamtfläche der Stadt.

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Spitzenwerte verzeichnet der Bericht jedoch beim Gesamtumsatz. Der lag mit 291 Millionen Euro so hoch wie noch nie. Erklärt wird das vor allem durch Großverkäufe. In elf Fällen wurden zwischen Käufer und Verkäufer Kaufpreise von über 2 Millionen Euro vereinbart. Aber auch das Preisniveau ist nach Angaben des Berichts gestiegen - unter anderem bei Neubau-Eigentumgswohnungen (3 Prozent Steigerung). So eine Wohnung kostet in Bottrop im Durchschnitt beispielsweise 3.340 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Unbebaute Grundstücke gibt es immer seltener

Teurer sind auch gebrauchte Häuser geworden (9,8 Prozent Steigerung) sowie Neubau-Einfamilienhäusern (4 Prozent). Während das Niveau beim Verkauf von bebauten Grundstücken hoch ist (514 Fälle), wurden 2019 nur noch 94 unbebaute Grundstücke verkauft. Insgesamt haben solche Grundstücke nur noch 8 Prozent Anteil am Gesamtmarkt. Der Bericht erklärt diese Tatsache damit, dass Grundstücke meistens durch Bauträger entwickelt werden, die diese nur im Paket mit schlüsselfertigen Eigenheimen anbieten. Insgesamt gebe es aber auch einfach nicht mehr so viele solcher Grundstücke - Anfang der 1980er-Jahre waren es noch 30 Prozent.

Der Bodenrichtwert - zur Wertermittlung einer Immoblie und als Basis zur Besteuerung von Grund und Boden - lag 2019 bei Wohnungen in guter Lage bei rund 340 Euro pro Quadratmeter. Eine Straße in Kirchhellen schießt dabei den Vogel ab: Die Pastor-Dahlmann-Straße erreicht mit 460 Euro den höchsten Bodenrichtwert für Wohnungen in Bottrop.

Bericht gibt es kostenlos im Internet

Der Grundstücksmarktbericht mit allen zur Wertermittlung erforderlichen Daten kann unter der Internetadresse www.boris.nrw.de in vollständiger Form kostenlos herunter geladen werden. Wer den Grundstücksmarktbericht in gedruckter Form erwerben möchte, kann ihn bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Am Eickholtshof 24, 46236 Bottrop zum Preis von 30 Euro bestellen.

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