Sozialarbeiterin Britta Vollnhals leitet seit 2018 den Freiraum Grafenwald. Gemeinsam mit einer Kollegin gestaltet sie an drei Nachmittagen in der Woche ein buntes Programm für Kinder und Jugendliche. © Aileen Kurkowiak
Jugendarbeit

Nach der Corona-Pause: Im Freiraum Grafenwald geht’s wieder los

Zuletzt war Corona-bedingt von einer Belastungsprobe im Jugendtreff Freiraum die Rede. Inzwischen konnte allerdings ein wenig Normalität einkehren und das erste Ferienprogramm ist gelaufen.

An drei Nachmittagen in der Woche findet üblicherweise im Freiraum Grafenwald ein buntes Programm für Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 15 Jahren statt. Aufgrund der örtlichen Nähe und der Verbindung von Einrichtungsleiterin Britta Vollnhals zur Grundschule vor Ort besuchen hauptsächlich Kinder aus Grafenwald die Einrichtung.

„Die Jugendlichen haben meist zuvor die Grundschule hier besucht und sind dann zum Vestischen Gymnasium Kirchhellen oder zur Sekundarschule gewechselt. Bei manchen kann ich an einer Hand abzählen, wie oft sie dem Freizeitangebot ferngeblieben sind“, so die Sozialarbeiterin. Umso erfreulicher sind nun die Nachrichten, dass auch hier inzwischen wieder ein Stück Normalität eingekehrt ist.

Endlich wieder mehr möglich

Gemeinsam mit einer Kollegin kümmert sich Britta Vollnhals um das bunte Programm. Noch zu Beginn dieses Jahres packten sie kleine Tüten mit Bastelmaterial für Schlüsselanhänger, um die Phase des Lockdowns zu überbrücken. Inzwischen ist wieder mehr möglich: „Teilweise hatten wir ganz geschlossen und über Monate durften nur vier Kinder gleichzeitig kommen. Jetzt hat sich das wieder normalisiert“, so die Sozialpädagogin.

„In den Sommermonaten haben wir uns viel mit Natur- und Erlebnispädagogik beschäftigt und zum Beispiel Löffel geschnitzt. Wir konnten auch endlich wieder ein Ferienprogramm in den Sommerferien anbieten. Vor allem in den Osterferien hat man gemerkt, dass das fehlt. Schade ist, dass gemeinsames Kochen noch immer nicht möglich ist, auch wenn uns eine große Küche zur Verfügung steht. Das hängt mit den Corona-Maßnahmen zusammen. Aber im Kreativraum können sich die Kinder austoben.“

Genügend Platz und ausreichend Raum für die freie Entfaltung kreativer Ideen. Aber dieser Platz wollte natürlich auch während des Lockdowns gepflegt werden.
Genügend Platz und ausreichend Raum für die freie Entfaltung kreativer Ideen. Aber dieser Platz wollte natürlich auch während des Lockdowns gepflegt werden. © Aileen Kurkowiak © Aileen Kurkowiak

Langweilig wird hier mit Sicherheit niemandem, denn neben einem Kreativraum gibt es außerdem einen Billardtisch, eine Tischtennisplatte, große Lautsprecher zum Musikhören, ein Trampolin und obendrein jede Menge Platz im Innen- und Außenbereich.

Während des Lockdowns wollte aber natürlich auch all das gepflegt sein. „Im Garten haben wir auch ein Gewächshaus und Hochbeete – darum musste ich mich natürlich trotzdem kümmern“, erzählt Britta Vollnhals.

Stabilität für Jugendarbeit gewünscht

„Unsere Stammkinder sind nach dem Lockdown sofort wieder zurückgekehrt. Man hat gemerkt, dass sie von der Maskenpflicht genervt sind, aber insgesamt würde ich sagen, dass sich Erwachsene deutlich mehr Gedanken über die Pandemie machen. Jetzt ist es einfach schön, dass wieder mehr möglich ist. Dieses ständige Hin und Her ist schwierig für alle, ich würde mir besonders in der Jugendarbeit zukünftig etwas mehr Stabilität wünschen“, so die Einrichtungsleiterin. Geplant ist aktuell auch eine Ferienfreizeit im Herbst mit traditionellem Kürbisschnitzen und vielem mehr.

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