Nerd-Bote auf Mission im Brauhaus

Maxi Gstettenbauer gastierte

. „Bitte beruhigen Sie sich“, begrüßte Maxi Gstettenbauer mit einem Schmunzeln das Publikum am vergangenen Mittwochabend im Brauhaus am Ring und fuhr fort: „Die Ankündigung hatte etwas vom Arztbesuch. Maxi Gstettenbauer bittet zur Untersuchung“. Der Comedian stellte sein aktuelles Programm „MAXIpedia“ vor.

Kirchhellen

von Sebastian Lettau

, 08.12.2016, 16:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nerd-Bote auf Mission im Brauhaus

Maxi Gstettenbauer brachte die Gäste im Brauhaus zum Lachen.

Noch kurz über die Anfahrt über die A 3 beschwert, verglich Gstettenbauer das Ambiente mit einem Starbucks-Shop. „Ihr seid so ein Jazz-Publikum. Ihr hört zu, interpretiert es und fragt euch: `Finde ich das jetzt lustig?´“ Seit zehn Jahren macht der 28-Jährige aus Straubing in Bayern bereits Stand-Up-Comedy. Nach seinem ersten Programm „Nerdisch by Nature“ tourt er momentan ein weiteres Mal durch Deutschland. Dabei behandelt er die unterschiedlichsten Themen. Lockerer geworden

Zu Beginn beschrieb er seine Anfänge und den „katastrophalen“ Auftritt bei der Fernsehsendung „TV Total“. „Nicht alle schaffen es bis nach Kirchhellen“, resümierte der Comedian. Über die Fernsehauswahl bei RTL und Netflix kam er schließlich auf seine Lieblingsserie „Game of Thrones“ zu sprechen. Die beschrieb er ganz nüchtern als „Herr der Ringe mit Geschlechtsverkehr“.

Viel Applaus

„Ich bin hier der Nerd-Bote“, stellte er sich selbst in diesem Zusammenhang vor. Zu diesem Zeitpunkt war das Publikum schon lockerer geworden und schenkte dem jungen Künstler immer häufiger Applaus.

Maximilian Ronald Alfons Gstettenbauer, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, begab sich im Folgenden auf eine Reise quer durch die Medienwelt. Er betitelte Selfie-sticks als „Deppenzepter“, warnte davor, Eltern mit Technik alleinezulassen und war beunruhigt, weil seine Mutter das Buch „Shades of Grey“ langweilig findet.

Spontane Einlage

Nach einer 15-minütigen Pause meldet sich der in Köln lebende Künstler zurück. Nachdem er die Themen Galileo und Superhelden aufgegriffen hatte, entwickelte er zusammen mit dem Publikum spontan die Figuren verschiedener Superhelden weiter. „Nicht einmal ich fand mich jemals so witzig“, musste der Comedian sein Programm kurz stoppen, als sich einige Besucher vor Lachen nicht mehr halten konnten.

Nach seinem Auftritt unterschrieb der junge Künstler noch Autogramme und stand den Gästen im persönlichen Gespräch für Fragen und Fotos zur Verfügung. „Ich hoffe, wir sehen uns noch mal. Ich komme gerne wieder“, verabschiedete sich Maxi Gstettenbauer für dieses Jahr. Im kommenden Jahr führt er sein Programm bis Mai fort und startet Ende 2017 mit seinem noch unbekanntem nächsten Programm. 

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